Chrysler ist wieder flüssig
Der schwer angeschlagene US-Autobauer Chrysler hat vom Insolvenzgericht das OK für eine vorläufige Finanzierung bekommen. Der Automobil-Konzern darf Regierungskredite in Milliardenhöhe für offene Rechnungen von Zulieferern und Händlern verwenden.
Pentatur des Kreises: Fiat will sich mit Chrysler zussammentun.
Ohne diese Massnahme hätte bei den Lieferanten eine Pleitewelle mit Folgen für die gesamte Autobranche gedroht.
Einige Chrysler-Gläubiger, vorwiegend die beteiligten Hedge-Funds, sperrten sich auch heute weiter gegen einen Kompromiss beim Schuldenverzicht. Sie blockieren damit die zur Rettung geplante Übernahme Chryslers durch den italienischen Fiat-Konzern, die Autogewerkschaft UAW und die US-Regierung.
Gewerkschafts-Chef Ron Gettelfinger eröffnete in der Zwischenzeit, dass die UAW ihre geplanten Mehrheit an Chrysler von 55 Prozent nicht auf Dauer behalten wolle. Der Anteil solle verkauft werden, sobald dies finanziell sinnvoll sei, kündigte er am Montagabend an. Langfristig gilt eine Mehrheitsbeteiligung durch Fiat bei Chrysler als die wahrscheinlichste Variante.
Das New Yorker Insolvenzgericht will heute Abend seine Entscheidung zum weiteren Zeitplan fällen. Chrysler fordert einen Abschluss des Verkaufsprozesses schon bis 21. Mai. Der Autobauer will binnen höchstens 60 Tagen - also spätestens Ende Juni - das Insolvenzverfahren wieder erfolgreich verlassen.






























































