Lithium-Vorrat bis 2050 gesichert
Lithium-Ionen-Batterien – fast jeder, der derzeit an Elektroautos arbeitet, setzt auf sie als Energiespeicher für den von diesen Autos benötigten Strom. Denn keine bislang bekannte Batterie besitzt eine höhere Energie- und Leistungsdichte.
Doch Lithium ist kein Allerweltsmaterial, das in jeder Menge verfügbar ist wie Sand und Meer oder Silizium und Wasser, um es zu konkretisieren. Denn gerade einmal 0,006 Prozent unserer Erdkruste bestehen aus diesem alkalischen Leichtmetall, das, im Periodensysten der Elemente gleich hinter Wasserstoff und Helium an dritter Stelle stehend, das leichteste bei Raumtemperatur feste Element auf unserer Erde ist. Reichen dessen vorsichtig auf 14 Millionen Tonnen und nach anderen Quellen auf bis zu 30 Millionen Tonnen geschätzte Gesamtressourcen aus, wenn sich Elektroautos mit Lithium-Ionen-Batterien auf breiter Front durchsetzen sollten?
„Selbst unter sehr zurückhaltenden Annahmen bezüglich der Vorkommen werden die weltweit vorhandenen Lithium-Reserven auch bei hohen Nachfragesteigerungen bis 2050 ausreichen“, lautet die Antwort des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe. Das ergibt sich aus der Studie „Lithium für Zukunftstechnologien – Nachfrage und Angebot unter besonderer Berücksichtigung der Elektromobilität“, deren Ergebnisse eine Projektgruppe unter Leitung von Prof. Dr. Martin Wietschel soeben veröffentlichte.
Die Karlsruher Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass für den Fall, dass bis 2050 weltweit 50 Prozent der Neuzulassungen im motorisierten Individualverkehr Elektrofahrzeuge sein werden, dann rund die Hälfte der weltweit derzeit verfügbaren Lithium-Reserven von rund sechs Millionen Tonnen und etwa 20 Prozent der angenommenen Gesamtressourcen verbraucht sein werden. Dabei gehen die Forscher davon aus, dass dabei rund 25 Prozent der eingesetzten Lithium-Menge durch Recycling gewonnenes Sekundärmaterial sind.
Lithium ist zwar überall auf der Erde in Gesteinen, Salzseen und im Meerwasser zu finden. Doch eine kommerzielle Gewinnung ist nur in wenigen Regionen, darunter insbesondere Südamerika, Australien und China und zum Teil auch in Nordamerika möglich. Dabei muss auch berücksichtigt werden, dass einige der potenziellen Hauptlieferanten wie zum Beispiel Bolivien derzeit nicht zu den geopolitisch stabilen Regionen zählen. Zum anderen würde der Abbau zum Beispiel in den Salzseen Boliviens oder Tibets den Eingriff in bislang weitgehend unberührte Ökosysteme mit bislang nicht bekannten Folgen bedeuten






























































