Positive Trends im Europäischen Automarkt
Nach vielen Negativmeldungen in den letzten beiden Jahren häufen sich nun die Anzeichen, dass sich der europäische Automobilmarkt auf eine Erholung zu bewegt. Zwei der wichtigsten Märkte haben auf jeden Fall Grund, zuversichtlich ins neue Jahr zu schauen:
Mit 215.564 neu zugelassenen Pkws und Kombis gab es im Dezember gegenüber dem Vorjahresmonat auf dem deutschen Automarkt zwar einen Rückgang um 4,6 Prozent, was aber nicht wesentlich die Freude über das Jahresergebnis trübt. Vor allem dank der Abwrackprämie betrugen die Gesamtverkäufe 3,81 Millionen Fahrzeuge, was einem Plus von 23,3 Prozent oder 717.000 Einheiten mehr als 2008 entspricht. Einzig der Nutzfahrzeugmarkz widersetzt sich vorderhand dem positiven Trend
Bei den Anbietern von kleineren Fahrzeugen gab es übers Jahr generell die größten Zuwächse, was die Top-Ten-Zulassungsliste aber weniger als vermutet durcheinanderwirbelte. Spitzenreiter VW (805.262/+30,9 %) konnte seinen Marktanteil auf 21,2 Prozent ausbauen, und Opel (333.8603/+31,1 %) und Ford (290.620/+33,7 %) belegen die beiden anderen Plätze auf dem Podest. Doch dann folgen bereits die Premiumanbieter Mercedes (282.527/-13,9 %), BMW/MINI (258.041/-9,4 %) und Audi (234.861/-6,6 %).
Ähnliches Bild in Frankreich
Der Absatz auf dem französischen Pkw-Markt hat sich 2009 um 10,7 Prozent auf 2,27 Millionen Einheiten erhöht. Ausschlaggebend für das zweistellige Plus war die auch dort eingeführte Abwrackprämie, von der wie in Deutschland hauptsächlich die Anbieter kleinerer Modelle profitierten. Trotz der Absenkung der Prämie von 1.000 auf 700 Euro zu Beginn des neuen Jahres rechnet der französische Automobilverband CCFA mit keiner Absatzflaute.
Renault konnte seine Verkäufe (505.000 Einheiten) um12,5 Prozent steigern und der PSA-Konzern mit den Marken Peugeot und Citroën (717.500) erreichte sogar ein Plus von 13,3 Prozent. Von den deutschen Herstellern legte nur der VW-Konzern zu. Die Marken VW (+4,1 %), Audi (+2,6 %) und Seat (+10,3 %) blieben allerdings unter dem Durchschnitt.
Bessere Vorzeichen auch für die Schweiz
Zwar liegen die abschliessenden Zahlen für die Schweiz noch nicht vor, trotzdem kann aber klar von einer Erholung gesprochen werden.
Herr und Frau Schweizer legen ihre Zurückhaltung ab“, sagt auto-schweiz-Direktor Andreas Burgener und präzisiert: „Als Folge davon werden wieder deutlich mehr Autos gekauft.“ Im abgelaufenen November haben die Verkäufe sogar ins Plus gedreht: Mit 22'061 Immatrikulationen liegen sie um 5,6 Prozent (!) bzw. 1'169 Einheiten über dem Monat des Vorjahres. Aber auch beim kumulierten Ergebnis wird die Zahl der in der Schweiz abgesetzten Neuwagen hinter dem Minuszeichen laufend kleiner: Nach einem Minus von 9,7 Prozent per Ende Oktober 2008 liegt sie per Ende November lediglich noch 8,5 Prozent unter dem Vorjahr. „Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass wir die Baisse hinter uns haben und der Automarkt wieder anzieht“, kommentiert Burgener die erfreuliche Wende.






























































