Abwrackprämie schadet Hilfsorganisationen
Die Abwrackprämie hat die US-Autoverkäufe mächtig angekurbelt, doch neben der Staatskasse gibt es noch andere, die unter dem Programm leiden.
Noch fahrbare Rostlauben.
Viele karitative Organisationen waren auf Auto-Spenden angewiesen, um ihre Tätigkeit zu finanzieren. Diese Geldquelle ist am versiegen.
Zehntausende noch funktionierende alte Autos werden jährlich von amerikanischen Bürgern an Hilfsorganisationen gespendet. Diese Organisation melden einen Einbruch der Spenden von bis zu 12 Prozent und befürchten, dass der Rückgang 25 Prozent erreichen kann, was einen Fehlbetrag von mehr als 100 Millionne US-Dollar ausmacht.
«Wir haben es schon im Juli auf uns zukommen sehen», sagt Jim Hartman, Vizedirektor der «Volunteers of America», einer der grössten Hilfsorganisationen des Landes. Die Volunteers of America helfen landesweit kriminalität- oder suchtgefährdeten Jugendlichen, unterstützen Obdachlose, helfen bei der Wiedereingliederung von entlassenen Strafgefangenen, unterstützen arme Familien und bieten alten und behinderten Menschen Hilfe. Aktivitäten, die zu einem grossen Teil von Spenden finanziert werden. «Die Wagen, die im Cash-for-Clunkers-Programm zur Verschrottung gegeben werden, wie z. B. ältere SUVs, sind Autos, die früher typischerweise an uns gespendet wurden», führt Hartman weiter aus.
Die Abwrackprämie, die beim Kauf eines treibstoffsparenden Wagens bis zu 4'500 Dollar ausmacht, ist für die Wirtschaft ein Riesenerfolg. Die Regierung musste die ursprünglich budgetierte Milliarde US-Dollar auf drei aufstocken. Cirka 700'000 Benzinschleudern werden so der Verschrottung zugeführt.
Rick Frazier, Direktor des Autospenden-Programms der Militär-Veteranen-Organisation «The Military Order of the Purple Heart» rechnet vor: «Von den 700’000 Autos wären ein Viertel gespendet worden. Der Durchschnittswert liegt bei etwa 600 Dollar. Wenn die drei Milliarden aufgebraucht sind, fehlen den Hilfsorganisationen mehr als hundert Millionen Dollar.» Und weiter: «Das wird uns und einige andere NGOs empfindlich treffen. Wir werden Leistungen streichen müssen.
Allein «Volunteers of America» und «Purple Heart» erhalten gegen 40’000 bis 50’000 Auto-Spenden pro Jahr. Die Wagen werden entweder versteigert oder an Bedürftige abgegeben.






























































