AGVS: Marderschutz muss professionell umgesetzt werden
An sich sind Marder herzige Tierchen. Aus Sicht der Automobilisten haben sie allerdings eine unangenehme Vorliebe: Sie knabbern gerne Leitungen, Dichtungen und Manschetten an. So verursachen die kleinen Nager ärgerliche Kosten. Der Frühling ist die schadenträchtigste Zeit. Deshalb empfiehlt es sich, rechtzeitig vorzubeugen.
Wer über einen geschlossenen Abstellplatz verfügt, hat einen Vorteil. Denn dorthin gelangen die Marder kaum. Aber auch so steht das Auto noch oft genug im Freien, wenn damit zur Arbeit, zu Besuchen oder zum Einkauf gefahren wird. Schon wenige Minuten reichen aus, damit ein Marder sein Unwesen treiben kann. Mit seinen Bissen in Gummi- und weiche Kunststoffteile verursacht der Nager jährlich beträchtliche Fahrzeugschäden, die ins Geld gehen.
«Vor der Fahrt sollte man darauf achten, ob unter dem Auto plötzlich Flüssigkeiten, Reste eines Schlauches, einer Leitung oder einer Manschette vorhanden sind», sagt Markus Peter, Leiter Automobiltechnik & Umwelt beim AGVS, Autogewerbeverband der Schweiz. In einem solchen Fall ist der Einbezug des Garagisten angezeigt. Der Spezialist weiss genau, welches die bevorzugten Plätze der flinken Nager sind. Er kann den Schaden oft auf der Stelle beheben und die Rechnung mit dem entsprechenden Vermerk der Versicherung zukommen lassen.
Schutzmassnahmen vom Garagisten durchführen lassen
Gewisse Schäden, wie etwa eine angebissene Gummimanschette der Lenkung, zeigen ihre Auswirkungen erst einige Zeit nach dem Marderbiss. Nämlich dann, wenn Wasser anstelle des Schmierfetts in die Metallgelenke eindringt und diese beschädigt. «Das frühzeitige Erkennen eines solchen Defekts während eines Werkstattbesuchs schützt vor unliebsamen und gefährlichen Folgeschäden», so Peter.
Wie kann man Marderschäden vorbeugen? Die beste Wirkung erzielt ein Gerät, das in regelmässigen Abständen hohe, nur vom Marder wahrnehmbare Töne erzeugt und diesen verjagt. In hartnäckigen Fällen empfiehlt sich der Einbau eines kombinierten Gerätes, das neben der akustischen eine zusätzliche Abwehrmöglichkeit bietet: Verteilt im ganzen Motorraum werden an gefährdeten Orten kleine Plättchen angebracht, die dem Marder einen unschädlichen, aber wirksamen elektrischen Schlag versetzen. Diese Methode sei vergleichbar mit dem Elektrozaun bei Viehweiden, erklärt Peter. «Der Marder wird sich hüten, ein zweites Mal einen Kontakt zu riskieren.» Den Einbau solcher Schutzmassnahmen sollte aber immer der Garagist durchführen. Gerade beim kombinierten Gerät gibt es einige Aspekte zu beachten, die man besser dem Experten überlässt.






























































