AGVS: Verhaltener Optimismus
Delegiertenversammlung des AGVS Schweiz ohne Schwarzmalerei, dafür mit klarem Ziel: Kompetenz im Umweltbereich weiter ausbauen.
Verkaufsgespräch. Kompetenz ist wichtiger denn je.
Trotz wirtschaftlich turbulenten Zeiten malte Zentralpräsident Urs Wernli an der Delegiertenversammlung des AGVS, Autogewerbeverband der Schweiz, in Zürich kein düsteres Bild. Er betonte das Know-how und die Innovationskraft des Autogewerbes. Dies wird unter anderem beim Jahresthema «Garage und Umwelt: Wir machen mit.» sichtbar. Der Zentralvorstand des Branchen- und Berufsverbandes kann auch auf die Unterstützung seiner 4000 Garagenmitglieder zählen: Zentralpräsident Wernli und dem gesamten Zentralvorstand wurde das Vertrauen für drei weitere Jahre ausgesprochen.
Für den AGVS und seine Mitglieder endete das Autojahr 2008 in einem Wechselbad der Gefühle. Nach boomenden Neuwagenverkäufen im ersten Halbjahr folgte in der zweiten Jahreshälfte wegen der weltweiten Finanzkrise der Abschwung. Immerhin resultierte mit rund 288‘000 verkauften neuen Autos noch ein Plus von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die gesamte Autobranche steigerte den Umsatz auf rund 96 Milliarden Franken. «Dazu trugen die Garagen zu rund einem Drittel bei», erklärte Zentralpräsident Urs Wernli anlässlich der AGVS-Delegiertenvesammlung auf dem Zürcher Uetliberg.
Um den zunehmenden Bedürfnissen der Automobilisten gerecht zu werden, hat der AGVS ein starkes Zeichen gesetzt. Unter dem Motto «Garage und Umwelt: Wir machen mit.» erklärte er die Bereiche Umwelt und Energie zum Schwerpunktthema 2009 und 2010. Denn das Auto steht im Bezug auf den Umweltschutz unter besonderer, kritischer Beobachtung. Als erste Ansprechpartner der Automobilisten bekommen dies die Mitarbeitenden in den Garagen zu spüren. Sie befassen sich täglich mit den vielfältigen Fragen und Wünschen ihrer Kundschaft. Das ist anforderungsreich, komplex und stellt sie ständig vor neue Herausforderungen. Es ergeben sich aber auch neue Chancen daraus.
Mitglieder mit Informationen unterstützen
Der AGVS unterstützt seine Mitglieder in ihrer unternehmerischen Tätigkeit, indem er markenneutrale und sachliche Informationen zu garagenrelevanten Umwelt- und Energiethemen erarbeitet und liefert. Damit werden die AGVS-Garagen ihrer Beraterrolle in der sensiblen und komplexen Umweltthematik gerecht. Der Branchen- und Berufsverband hat die entsprechenden Schritte vorgenommen, um die Kompetenz seiner Mitglieder in diesem Bereich weiter auszubauen. Neben einem Positionspapier realisierte er zu diesem Zweck in Zusammenarbeit mit kompetenten Fachpersonen einen 52-seitigen Umwelt-Guide, der den Garagisten in ihrer täglichen Arbeit eine wertvolle Hilfestellung leistet. Daneben wurde das Weiterbildungsangebot mit regionalen Seminaren spezifisch ausgebaut. «Damit wollen wir einen Beitrag leisten, die emotional geführten Themen zu entkrampfen und zu versachlichen. Die vielen positiven Rückmeldungen haben uns bisher gezeigt, dass dieser Entscheid hundertprozentig richtig war», sagt Urs Wernli.
Mehrere politische Aktionsfelder
Die Verkehrs- und Umweltthemen haben das politische Umfeld für die Automobil- und Strassenverkehrsverbände verschärft. Auch hier positioniert sich der AGVS für die Anliegen seiner Mitglieder. Zusammen mit den Partnerorganisationen engagiert er sich unter Koordination von strasseschweiz, der Dachorganisation der Automobilwirtschaft und des privaten Strassenverkehrs in der Schweiz, gegen mehrere drohende Auflagen, wie die Stopp-Off-Roader-Initiative, das Bonus-Malus-System oder die zu forsche Gangart des Bundes bei den tieferen CO2-Richtwerten.
Auf den AGVS und das Autogewerbe warten in der nahen Zukunft also herausfordernde Aufgaben. «Wir gehen selbstbewusst an sie heran. Denn es sind Aufgaben, welche die Bedeutung der Beraterrolle der AGVS-Garagisten stärken werden», so Urs Wernli.
Zum AGVS






























































