Wirbel um neue Geschwindigkeitskontrollen
Auf zwei Autobahnabschnitten auf der A2 bei Aristorf (1,8 Kilometer) und der A9 bei Aigle (8 Kilometer) soll im September der Versuch mit der sogenannten AGK starten. Anders als bei herkömmlchen Radarfallen soll hierbei die Durschschnittsgeschwindigkeit über eine längere Strecke gemessen werden. Ab 2012 könnte das System flächendeckend eingesetzt werden.
Das Prinzip funktioniert so, dass eine Kamera jedes den Kontrollpunkt passierende Fahrzeug filmt und diese Daten an einen Rechner meldet. Am Ende der Erfassungsstrecke wird das Fahrzeug erneut gefilmt und anhand der Zeit, die das Fahrzeug für die Strecke braucht, die Durchschnittsgeschwindigkeit berechnet. Hierbei kommen Erfassungsanlagen, ähnlich derer für die LSVA-Erhebung, die bereits zum Strassenbild auf Autobahnen gehören, zum Einsatz.
Im September werden die Anlagen, die für den Versuch rund 1,6 Millionen Franken kosten, in Betrieb genommen. Die ersten zwei Monate in einem Testbetrieb ohne Bussenfolge. Danach wird gebüsst. Sollte sich das System bewähren, soll es ab 2012 in grösserem Umfang eingesetzt werden.
Die Anlagen, die zum Bundes-Massnahmenpaket Via Sicura gehören, sorgen bereits im Vorfeld für Widerstand:
Einige der Kritiker führen Bedenken in Sachen Datenschutz, nämlich das "grundlose" Erfassen verkehrender Fahrzeuge (Nummernschilder) ins Feld. Andere, so zum Beispiel Verkehrs- und Stauexperten befürchten ein erhöhtes Stau- und Unfallrisiko, weil Autolenkende, die u.U. in einem Teilabschnitt der Messstrecke zu schnell waren, gegen Ende dann unvermittelt stark abbremsen könnten.






























































