Audi eröffnet Werk in Changchun
Gemeinsam mit dem chinesischen Joint-Venture Partner FAW hat Audi heute eine neue Montagehalle auf dem bereits bestehenden Werksgelände von FAW-VW in Changchun eröffnet.
Audi Werk Changchun
In der 2,5-Millionen-Stadt im Nordosten Chinas wird künftig die Langversion des A4 und Audis Q5 produziert werden. Chanchun gilt als erste chinesische Produktionsstätte für Premiumfahrzeuge.
Die rund 82’000 Quadratmeter grosse Fertigungshalle wurde in neun Monaten erstellt. Eine virtuelle Planung machte es möglich, Einzelheiten – vom Gebäudekonzept bis hin zur Förder- und Anlagentechnik – bereits vorab zu entwerfen und zu simulieren. In die neue Montage hat man sämtliche Logistikprozesse integriert. Bauteile werden neben der Produktionslinie bedarfsgerecht vorbereitet und ans Band geliefert. Auch die sogenannte «Hochzeit» findet vor Ort statt: das Zusammenfügen von Karosserie und Fahrwerk.
Für die umfangreiche Produktionserweiterung nahmen die Ingolstädter 100 Millionen Euro in die Hand. Damit wolle man, so Audis Vorstandschef Ruper Stadler, den eigenen Wachstumskurs fortsetzen und die Rolle Chinas als strategisch bedeutenden Markt stärken. Immerhin will die Marke bis 2015 mit angepeilten 200’000 Verkäufen fast doppelt so viele Kunden wie heute für ihre Fahrzeuge begeistern.
Im Reich der Mitte profitiert der Autobauer aber nicht allein von der Begeisterung chinesischer Kunden für Premium. Seit 21 Jahren vor Ort engagiert, ist die Audi heute als führender Premiumanbieter längst etabliert. Im vergangenen Jahr verkauften die Ingolstädter in China und Hongkong insgesamt 119’598 Fahrzeuge; 93’610 waren es bereits in diesem Jahr zwischen Januar bis August – ein Plus von 17,4 Prozent. Während sich die restliche Welt noch mit Prognosen über die Zeit nach Abwrackprämien und Verkaufstiefen beschäftigt, kaufen die Chinesen Autos. Und das darf dann schon mal Premium sein.






























































