Audi 2009 stark trotz Krise
Kozernchef Rupert Stadler zufireden:
„Das Operative Ergebnis von € 1,6 Mrd. zeigt, dass wir auch unter sehr schwierigen Bedingungen zu den Besten der Branche gehören. Jetzt zahlt sich aus, dass wir in den vergangenen Jahren kontinuierlich unsere Produktivität gesteigert und massiv in die typischen Audi-Werte Design, Sportlichkeit, Qualität und Effizienz investiert haben“, sagt Rupert Stadler, Vorsitzender des Vorstands der AUDI AG. „Auch im laufenden Jahr wollen wir mit attraktiven und effizienten Modellen unseren Marktanteil weiter ausbauen und damit unserem Ziel der weltweiten Marktführerschaft im Premiumsegment deutlich näher kommen“, ergänzt Stadler.
Aufgrund der schwierigen Lage auf den weltweiten Automobilmärkten gingen die Auslieferungen der Marke Audi im abgelaufenen Jahr um 5,4 Prozent auf 949.729 Automobile zurück. Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2009 lagen vor allem infolge der geringeren Auslieferungen aber auch Währungsbelastungen bei € 29.840 (34.196)* Mio. – ein Rückgang um 12,7 Prozent. Das operative Ergebnis ging mit € 1.604 (2.772) Mio. um 42,1 Prozent zurück.
Das Ergebnis vor Steuern lag mit € 1.928 (3.177) Mio. um 39,3 Prozent unter dem Rekordwert des Vorjahres. Das Ergebnis nach Steuern lag bei € 1.347 (2.207) Mio. und somit 38,9 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Grundlage des Erfolgs in diesen schwierigen Zeiten ist das attraktive Produktportfolio mit einer Vielzahl von Neueinführungen im vergangenen Jahr: Die Palette der neuen Modelle reichte unter anderen vom Sportwagen R8 V10 über den A4 allroad quattro und das A5 Cabriolet bis hin zum A5 Sportback.
Rekordergebnisse bei den Auslieferungen in 38 Märkten
Audi hat im vergangenen Jahr weltweit 949.729 (1.003.469) Autos an Kunden übergeben. Der Absatz ging damit um 5,4 Prozent gegenüber dem Rekordwert des Vorjahres zurück. Besonders positiv entwickelten sich die Auslieferungen in der Vertriebsregion Asien/Pazifik, vor allem in China. In Westeuropa (inkl. Deutschland) gingen die Auslieferungen zwar zurück, dennoch konnte die Marke mit den Vier ingen ihren Marktanteil im Premiumsegment gegen den Trend ausbauen.
Vorausschauende Fahrweise: Produktion an die Nachfrage angepasst
Der Audi Konzern reagierte vorausschauend auf die Krise und drosselte im abgelaufenen Jahr die Fertigung. Im Jahr 2009 verließen mit 932.260 (inklusive Lamborghini) 9,4 Prozent weniger Automobile die Werkshallen als noch im Vorjahr (1.029.041).
Von 2010 bis 2012 plant der Audi-Konzern rund € 5,5 Mrd. zu investieren – großenteils in neue Produkte und Effizienztechnologien. Die Modelloffensive wird auch in den kommenden Jahren in unvermindertem Tempo und ohne Abstriche fortgesetzt. „Unser besonderes Augenmerk gilt dabei neben der Sportlichkeit, der Qualität und dem Design der Effizienz unserer Modelle“, sagt Rupert Stadler. Schon heute hat die Marke mit den Vier Ringen 39 Modelle und Motorvarianten mit einem CO2-Ausstoß von weniger als 140 Gramm/km im Programm. 13 Modelle liegen sogar bei weniger als 120 Gramm/km. Ein Beispiel dafür ist der Audi A4 2.0 TDI e mit einem Verbrauch von 4,6 Litern Diesel pro 100 Kilometer und lediglich 119 Gramm CO2 pro Kilometer.
Die Dieseltechnologie bleibt für Audi neben der Entwicklung von Elektro- und Hybridfahrzeugen auch in Zukunft ein wichtiger Eckpfeiler der Effizienzstrategie. „Ein eindrucksvolles Beispiel für das Potenzial des Dieselmotors ist unser neuer A8 mit dem 3.0 TDI quattro, der sich mit einem Verbrauch von 6,6 Litern auf 100 Kilometer begnügt “, sagt Stadler. Die später folgende Version mit Frontantrieb wird sogar mit einem Verbrauch von sechs Litern Diesel auf 100 Kilometer auskommen. Das entspricht einem Ausstoß von 159 Gramm CO2 pro Kilometer. Damit setzt sich das neue Flaggschiff der Marke an die Spitze der Wettbewerber und unterbietet sogar Hybridmodelle in der Oberklasse.
Ausblick 2010: Mehr als eine Million Auslieferungen an Kunden;
Umsatz und Operatives Ergebnis über Vorjahr
Auch Audi hat die Turbulenzen der Finanz- und Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr zu spüren bekommen, steuerte aber relativ gut durch die Krise, wie die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres zeigen. „Das Schlimmste scheint überwunden, dennoch können wir für 2010 noch keine Entwarnung geben“, erklärt Stadler. „Wir müssen wachsam bleiben, um auf eventuelle Störungen schnell und flexibel reagieren zu können“, betont der Vorstandsvorsitzende.
Die Marke mit den Vier Ringen ist positiv ins Jahr 2010 gestartet: Weltweit verkaufte Audi von Januar bis Februar des laufenden Jahres rund 153.700 Automobile – 28,7 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im gleichen Zeitraum steigerte die Marke ihre Auslieferungen in Westeuropa (ohne Deutschland) um 17,7 Prozent auf 58.722 Automobile und war damit Marktführer im Premiumsegment. In Großbritannien stiegen die Auslieferungen um 32,6 Prozent auf 11.989, in Spanien um 20,5 Prozent auf 7.032 und in Italien um 13,2 Prozent auf 10.105 Automobile.
Auch in den USA konnte die Marke Audi kräftig zulegen. Hier kletterten die Auslieferungen um 35,7 Prozent auf 12.726 gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
„Wir sind auf gutem Wege, im laufenden Jahr weltweit wieder mehr als eine Million Audi-Automobile an die Kunden auszuliefern und damit an das Rekordjahr 2008 anzuknüpfen“, betont Stadler. „Mit den neuen Modellen werden wir auf den Wachstumspfad zurückkehren und wollen 2010 auch den Umsatz und das Operative Ergebnis des Jahres 2009 übertreffen“, so Stadler.
Die Basis dafür sind attraktive und effiziente neue Produkte. „Wir haben heute die breiteste Modellpalette aller Premiummarken – vom Kleinwagen A1 bis hin zum Topmodell A8 – im Programm“, sagt Stadler.
Mit dem Audi A1 will sich Audi eine neue Zielgruppe aus dem urbanen Umfeld erschließen.
„Die Resonanz auf das erste Premiumautomobil im Kleinwagensegment auf der Messe in Genf war überwältigend. Deshalb rechnen wir uns gute Chancen aus, im ersten vollen Produktionsjahr zwischen 80.000 und 100.000 Autos der neuen Baureihe verkaufen zu können“, sagt Stadler. Auch mit dem A7 Sportback wird Audi im Herbst eine vielversprechende neue Nische besetzen.






























































