Notrufsystem eCall in europäischem Feldversuch
Seit einer Woche läuft ein Feldversuch des Notrufsystems eCall (emergency Call). „Der europaweit angelegte Test soll zeigen, dass eine Technologie bereitsteht, die mit den unterschiedlichen Standards der einzelnen Länder kompatibel ist und helfen kann, Leben zu retten“, hieß es heute bei einer Presseveranstaltung in der Berliner Repräsentanz der Allianz anlässlich des Zwischenstopps eines Fahrzeugs der Testflotte.
Gestartet waren die von BMW zur Verfügung gestellten Autos am 10. November in Madrid, Athen und Helsinki. Ihr Ziel ist Brüssel. Die Fahrzeuge, die rund 10.000 Kilometer bewältigen werden, haben eine kleine Telematik-Box an Bord, die in regelmäßigen Abständen Test-Notrufe an die Server der Allianz OrtungsServices, an IBM und das BMW Call Center absetzt. Der Feldversuch (European eCall Trial) soll beweisen, dass der eCall-Notruf über alle Landesgrenzen hinweg zuverlässig funktioniert und die Telematiklösung kompatibel ist mit dem von der EU vorgegebenen eCall-Standard.
Die Allianz OrtungsServices GmbH, ein Tochterunternehmen der Allianz Deutschland AG, das sich seit Langem für eCall engagiert, ist ebenso am Feldversuch beteiligt wie der Halbleiterspezialist NXP Semiconductors und die Partnerunternehmen BMW, IBM, Dekra, Deutsche Telekom und die Autombilklubs AvD, Touring und UAMK.
Von der Europäischen Kommission wird die verbindliche Einführung des paneuropäischen eCalls für alle Neuwagen gefordert. Das Notrufsystem soll dazu beitragen, dass Rettungsdienste wesentlich schneller und zuverlässiger an die Unfallstelle gelangen. Bei schweren Unfällen mit großer Aufprallwucht, die Airbags auslöst, wird der Notruf automatisch abgesetzt.
Der flächendeckende Einsatz von eCall könne jedes Jahr europaweit bis zu 2.500 Menschenleben retten, heißt es in einer Bewertung des Notrufsystems. Die Rettungskette werde optimiert und menschliches Leid dank schneller Hilfe verringert.






























































