BMW hat Sauber F1 Team verkauft
In einer Stellungnahme zeigt sich die BMW AG in München erfreut darüber, einen Käufer für das BMW Sauber F1 Team gefunden zu haben.
Sind sich nie richtig warm geworden: Peter Sauber und BMW-Rennsportdirektor Mario Theissen.
Qadbak Investments Ltd, eine in der Schweiz ansässige Stiftung, die die Interessen von im Nahen Osten und in Europa ansässigen Familien vertritt, hat sich mit der BMW AG über einen Kauf des in Hinwil ansässigen Teams geeinigt. Der Vertrag wurde am heutigen Dienstag unterzeichnet.
Damit konnte laut BMW ein starker Investor für das Team am Standort Hinwil gefunden werden. Qadbaks Interessen bezüglich des Formel-1-Teams werden von dem Schweizer Lionel Fischer vertreten.
Über die Übernahmekosten wurde Stillschweigen vereinbart. Gerüchte sprechen von 80 Millionen Euro für die 80 Prozent Beteiligung die der Bayrische Konzern am Formel-1-Team gehalten hat. 20 Prozent gehören nach wie vor Peter Sauber.
Falls es in Hinwil weiter geht, wird Peter Sauber trotzdem Personal abbauen müssen. Der von den FOTA-Teams mit der FIA ausgehandelte Sparpakt verlangt, dass Ende 2010 kein Rennstall mehr als 350 Angestellte haben darf. Ein Jahr später dürfen dann nur noch 280 Mitarbeiter auf der Lohnliste stehen.
Das grösste Hindernis wird sicher die Nennliste der FIA sein. Die FIA hat nur drei Stunden vor bekannt werden des Deals den freien 13. Platz dem Team Lotus zugesprochen. Die FIA hat Sauber jedoch ermutigt eine Nachnomination einzureichen, für den Fall, dass ein anderes Team sich vorzeitig zurückzieht oder Sauber als 14. Team von den Konkurrenteams akzeptiert wird.
Sauber muss nun ebenfalls innert nützlicher Frist einen neuen Motoren- und Technik-Partner finden.In Hinwil herrscht zurückhaltende Erleichterung: «Wir freuen uns, dass uns die FIA einen Startplatz für die Formel-1-Weltmeisterschaft 2010 in Aussicht gestellt hat. Das Team geht davon aus, dass wir beim Saisonstart 2010 dabei sein werden.»
BMW hatte Ende Juli seinen Ausstieg aus der Formel 1 auf Ende der laufenden WM bekannt gegeben. Der Automobilhersteller aus München hatte sich auf auf die Saison 2006 hin mit Sauber zusammengetan.
Qadbak ist eine Investment-Gruppe, die in der Schweiz domiziliert ist. Das Vermögen der Gruppe soll zum grossen Teil der Al-Thani-Familie gehören, der Herrscherfamilie im Emirat Qatar. Die Qadbak Investments Ltd ist weit verzweigt und soll sehr gute Erträge erwirtschaften. Diese lassen auch gewisse sentimentale Engagements zu, wie zum Beispiel den Erwerb des englischen Traditions-Fussballclubs Notts County oder eben des Sauber Formel-1-Teams. Die Investoren halten sich diskret im Hintergrund, ihre Namen dürfen nicht bekannt gegeben werden. Für Geschäfte mit der Qadbak treten in der Öffentlichkeit nur Bevollmächtigte auf. |






























































