Neues Not-Bremssystem von Bosch
Das vorausschaunde System unterstützt den Fahrer in kritischen Situationen, in denen ein Auffahrunfall droht. „Rund 80 Prozent aller Fahrer bremsen bei Auffahrunfällen gar nicht oder nutzen nicht die volle Bremsleistung des Autos“, fasst Dr. Werner Struth, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Chassis Systems Control, eine Auswertung der deutschen Unfalldatenbank GIDAS zusammen. 15 Prozent aller Unfälle mit Verletzten und Getöteten in Deutschland sind Auffahrunfälle. Vorausschauende Systeme, die die Verkehrssituation vor dem Fahrzeug interpretieren, den Fahrer warnen, unterstützen und schließlich selbsttätig reagieren, können die Zahl dieser Unfälle deutlich senken.
Das Notbremssystem von Bosch kommt erstmals als Teil der Pre-sense-Optionen im neuen A8 von Audi zum Einsatz. Es hilft dem Fahrer, besser zu reagieren. Technische Basis sind das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) und die Fernbereichs-Radarsensoren LRR3 der adaptiven Geschwindigkeitsregelung ACC (Adaptive Cruise Control), die mit einem Videosensor ergänzt werden. Die Sensoren können Objekte innerhalb eines Öffnungswinkels von rund 40 Grad bis zu einer Entfernung von etwa 250 Metern erkennen und deren Abstand und Geschwindigkeit ermitteln. Die Videokamera ist in Höhe des Rückspiegels hinter der Frontscheibe angebracht.
Erkennt das vorausschauende Notbremssystem ein potenzielles Hindernis, beispielsweise ein sich stark verlangsamendes oder zum Stehen kommendes Fahrzeug, wird in einem ersten Schritt die Bremse auf eine eventuell folgende Notbremsung vorbereitet. Das Bremsregelsystem baut hierfür unmerklich einen leichten Druck auf, sodass sich die Beläge an die Bremsscheiben anlegen und bei einer eventuell folgenden Bremsung sofort für Verzögerung sorgen. Reagiert der Fahrer nicht und nähert sich das Fahrzeug weiter, folgt eine akustische Warnung und anschließend eine von einem kurzen Bremsruck eingeleitete automatische Teilbremsung. Erfolgt keine Reaktion und ist eine Kollision nicht mehr zu verhindern, bremst das System rund eine halbe Sekunde vor dem Aufprall selbsttätig mit größtmöglicher Verzögerung, um die Aufprallgeschwindigkeit zu reduzieren und so die Folgen des Unfalls zu mindern






























































