Kehrseite des chinesischen Autobooms
China, für weltweit alle Automobilhersteller einer der wachstumsträchtigsten Märkte, bereitet der Branche mit seiner jüngsten Meldung Sorgen. So beabsichtigt die Stadtverwaltung Pekings, die Pkw-Neuzulassungen zu regulieren, um so dem Verkehrschaos auf den Straßen der Metropole zu begegnen.
Gegenwärtig kommen monatlich 50.000 neue Fahrzeuge auf die Straßen der 22-Millionen-Stadt. Im kommenden Jahr will Pekings Stadtregierung die monatlichen Fahrzeugneuzulassungen auf 20.000 Autos beschränken. Macht dieses Beispiel zur Regulierung des Verkehrsaufkommens auch in anderen Großstädten des Landes Schule, würde das die Zukunftspläne nicht nur der Automobilhersteller, sondern auch großer Zuliefererunternehmen beeinflussen, die vor Ort investiert sind. Auch die Prognosen der deutschen Automobilhersteller und Zulieferer für 2011 basieren wesentlich auf den positiven Signalen aus dem Reich der Mitte.
Dank der Kauffreude der Chinesen hat sich die gesamte Branche in diesem Jahr schneller aus der Talsohle des Krisenjahres 2009 herausarbeiten können als ursprünglich angenommen. Allein in der Hauptstadt wurden 2010 rund 800.000 Autos verkauft. Die künftige Zulassungsbeschränkung wird 2011 voraussichtlich zur Halbierung der Neuzulassungen führen, vermutet ein Vertreter des chinesischen Autohändlerverbandes. Wer letzten Endes ein Fahrzeug in Peking kaufen kann, entscheidet das Los.






























































