Chinesen kaufen in Schweden ein
Das Rätselraten, wer die kleine Sportwagenschmiede Koenigsegg bei der Übernahme von Saab finanziell unterstützt, ist beendet. Es ist der chinesische Auto-Hersteller Beijing Automotive Holding Corporation (BAIC), der bereits für Opel mitgeboten hatte.
BAIC Hauptsitz in Peking.
Über die Höhe der finanziellen Beteiligung wurde zwar von den Beteiligten keine Angaben gemacht, doch darf man getrost davon ausgehen, das BAIC – im letzten Jahr belief sich die einheimische Produktion auf 1,1 Millionen Autos – die Mehrheit an der GM-Tochter Saab übernommen hat, da der Sportwagenbauer nicht über die entsprechenden Mittel verfügt.
Durch die wohl erhebliche Finanzspritze dürfte Saab – in den letzten 20 Jahren wurden überwiegend Verluste gemacht, wobei die Jahresproduktion inzwischen unter 100’000 Einheiten gesunken ist – vorerst lebensfähig, nicht aber gerettet sein. Denn die gegenwärtigen Stückzahlen erlauben kein Überleben. Nur wenn es BAIC schafft, Saab-Modelle auf dem chinesischen Markt erfolgreich zu etablieren, könnte dies die Rettung für die schwedische Marke sein. Doch selbst wenn dies nicht gelingt, kann BAIC mit dem Deal zufrieden sein. Denn zumindest erhält man ab sofort Zugang zu modernen Autobau-Technologien, die für die eigene Produktion in China Gold wert sind.
Den gleichen Weg schlägt der Wettbewerber Geely ein, der auch nach einem intensiven Einblick in die Volvo-Bilanzen an einer Übernahme der Ford-Tochter Volvo interessiert ist. Jetzt sogar offiziell, wobei nach eigenen Angaben Verhandlungen mit der Konzernmutter in Detroit noch ausstehen. Analysten räumen Geely gute Chancen ein, Volvo noch in diesem Jahr übernehmen zu können.






























































