Der letzte Mercury
Nach 71 Jahren ist Schluss: Ford verabschiedet sich von Mercury. Die US-Marke leidet seit Jahren unter einem Käuferschwund.
Der letzte seiner Art: Mercury Mariner Hybrid an der Detroit Motor Show im Januar 2010.
Nach 71 Jahren ist Schluss: Ende 2010 stellt Ford seine US-Marke Mercury ein. 2009 konnte Mercury gerade noch 92'000 Fahrzeuge absetzen.
Im Mai entschieden sich lediglich noch 9'100 US-Amerikaner für ein Auto der im Ausland kaum bekannten Marke, das sind 11 Prozent weniger als noch vor einem Jahr und nur ein Bruchteil ehemals erzielter Zahlen. Im gesamten Vorjahr konnte Mercury nur noch 92'000 Autos absetzen.
Zuletzt verkamen die Mercury-Modelle immer mehr zu Ausstattungsvarianten ihrer Ford-Pendants. Nun habe der Verwaltungsrat der Einstellung der Marke zugestimmt, berichtete das «Wall Street Journal».
Mercury rangiert zwischen der Massenmarke Ford und der Nobelmarke Lincoln. Edsel Ford, der Sohn von Unternehmensgründer Henry Ford, hatte Mercury aus der Taufe gehoben, um die gehobene Mittelschicht anzulocken. In den vergangenen Jahren verlor die Marke aber immer mehr an Eigenständigkeit. Viele Autos sind selbst von aussen als aufgehübschte Ford zu erkennen.
Ford-Chef Alan Mulally, der sich auf seinem konsequenten Sanierungskurs bereits von den Luxusmarken Jaguar, Land Rover und Volvo getrennt hat, konnten die von Mercury abgelieferten Absatzzahlen der letzen Monate offenbar nicht überzeugen. Dabei präsentierte der US-Autobauer auf der Detroiter Autoshow im Januar noch den Mercury Mariner als Hybrid.
Mulally bevorzugt den harten Schnitt. Damit ist der Ford-Boss bislang relativ gut durch die weltweite Wirtschaftskrise gekommen, denn, anders als seine unmittelbaren US-Konkurrenten GM und Chrysler, verzichtete der Autobauer im vergangenen Jahr auf Staatshilfen.






























































