Franzosen haben in Europa bei E-Autos Nase vorn
In puncto Elektroauto haben französische Hersteller die Nase vorn. Deutschland würde auf diesem Feld von Frankreich abgehängt, schlussfolgert die Unternehmensberatung McKinsey nach der Auswertung des jüngsten Electric Vehicle Index (Evi), der vierteljährlich für die „Wirtschaftswoche“ erstellt wird.
Der Evi gibt an, zu wie viel Prozent ein Land die Elektromobilität erreicht, die Experten für 2020 vorhersagen. Gemessen werden Nachfrage und Produktion von E-Autos; erfasst werden reine Elektroautos und solche mit zusätzlichem Verbrennungsmotor. Gegenüber der Evi-Erhebung im Juli verbuchte Frankreich das größte Plus und peilt die bislang noch von den USA gehaltene Führung des Index an. Deutschland ist auf dem dritten Platz. Der Anteil von Stromern an der französischen Autoproduktion ist nach Angaben von McKinsey in fünf Jahren auf 3,4 Prozent angewachsen; in Japan waren es 3,1 Prozent und in Deutschland 0,9 Prozent.
Als Grund für das forsche Vorankommen der E-Autos in Frankreich macht McKinsey vor allem die kräftige Unterstützung des Elektroautos durch die dortige Regierung aus. Insgesamt 2,2 Milliarden hat der französische Staat dafür ausgegeben, während es in Deutschland lediglich 615 Millionen Euro waren, heißt es in dem Wirtschaftsmagazin.
Dass sich Deutschland beim Elektroauto Zeit lässt, um das Thema gründlicher anzugehen, hält McKinsey-Chef Christian Malorny nicht für falsch, allerdings berge dieses Vorgehen die Gefahr, dass die Franzosen technische Standards definieren könnten und die Deutschen dann nachziehen müssten. „Von dem geschlossenen Auftreten der französischen Politik und Industrie bei diesem Thema können wir in Deutschland etwas lernen“, so Malorny in der „Wirtschaftswoche“.






























































