46 Tage im Spital
Die Polizeibehörde von Elm Grove zeigt sich innovativ, wenn es um das Durchsetzen von Geschwindigkeitsbegrenzungen geht.
Der «Speed Trailer», so wie ihn sich die Polizei von Elm Grove im Mai 2009 angeschafft hat.
Im Mai 2009 hat sich die Polizeibehörde von Elm Grove, ein 6000-Seelen-Nest im US-Bundesstaat Wisconsin, ein recht teures Radargerät angeschafft. Das Gerät zeigt den vorbeifahrenden Automobilisten die aktuelle Geschwindigkeit an, falls diese die Höchstgeschwindigkeit überschreitet. An der 25-Meilen-pro-Stunde-Strecke (etwa 40 Km/h) waren zwar mehr als die Hälfte der vorbeifahrenden Autos zu schnell, doch die Lenker zeigten sich durch den am Gerät angebrachten Slogan «Slower is better» (langsamer ist besser) unbeeindruckt. Die Massnahme zeigte keine Wirkung, die Fahrer schossen immer noch mit übersetzter Geschwindigkeit am Gerät vorbei.
Die Polizisten von Elm Grove mochten die teure Anschaffung nicht als Fehlkauf abschreiben und beauftragten die Werbeagentur Cramer-Krasselt im 10 Meilen entfernten Milwaukee, Ideen für die Durchsetzung der «Slower is better»-Kampagne unter Einbezug des teuren Gerätes auszuarbeiten.
Das Resultat ist verblüffend einfach: Die Werber haben aus dem nüchternen Gerät ein interaktives Billboard gemacht, das den Vorbeifahrenden mit schwarzem Humor vor Augen führt, was ihre Geschwindigkeitsübertretung für Konsequenzen haben könnte.
«Unfallkosten: 42'000 Dollar»
«Chancen auf einen Unfall: 30%»
«46 Tage im Spital»
Auch wenn sich immer noch nicht alle an die Geschwindigkeits-Begrenzung halten, so hat sich die Polizei von Elm Grove durch die Aktion grosse internationale Beachtung verschafft.






























































