Die Gewinner bei der Abwrack-Prämie
Die Abwrackprämie in Deutschland ist Geschichte. Zeit für eine Bilanz
Ford, VW und Opel sind die großen Gewinner
Die staatliche Hilfe war ein Freudenfest für Autobauer - für einige zumindest.
Während Hersteller kleinerer Wagen absahnten, konnten die Premiumhersteller
von der Subvention nicht profitieren. Doch Branchenkenner warnen:
Am Ende könnten die Letzten die Ersten sein.
Von den Herstellern mit Produktionsstandorten in Deutschland half die Abwrackprämie vor allem Ford , VW und Opel:
Mit Zuwächsen zwischen 32 und 39 Prozent bei den Neuzulassungen konnten die drei Hersteller in den ersten neun Monaten dieses Jahres ihren Absatz überdurchschnittlich steigern.
Das teilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Montag in Flensburg mit.
Insgesamt nahmen die Neuzulassungen um 26 Prozent auf knapp drei Millionen Autos zu. Mercedes (minus 17 Prozent), Porsche (minus 10 Prozent) und BMW/Mini (minus 9 Prozent) erlitten dennoch Absatzverluste in Deutschland.
Auch Audi lag mit 4,3 Prozent im Minus.Noch stärker als die deutschen Autokonzerne profitierten einige ausländische Hersteller von dem Staatsgeschenk. Am eindrucksvollsten sieht die Absatzsteigerung bei Lada mit 140 Prozent aus.
Aber auch größere Hersteller wie Hyundai (plus 118 Prozent), Fiat (plus 97 Prozent) und Suzuki (plus 62 Prozent) konnten sich große Stücke aus dem Kuchen sichern.
Größter ausländischer Anbieter auf dem deutschen Markt ist Renault/Dacia mit einer Steigerung von 52 Prozent und
einem Marktanteil von 5,8 Prozent.
Aktuelle Zahlen des Branchenverband VDA legen indes nahe, dass auch nach dem Ende der Abwrackprämie hierzulande
mehr Autos verkauft werden als im vergangenen Jahr. Die Pkw-Neuzulassungen legten in Deutschland im vergangenen Monat
deutlich zu und übertrafen mit 316.000 Fahrzeugen den Vorjahresmonat um 21 Prozent, teilte der Verband am Freitag in Frankfurt mit.
Damit seien seit Jahresbeginn auf dem deutschen Markt knapp drei Millionen Einheiten neu zugelassen worden - ein Plus von 26 Prozent.
In der Branche wird derzeit viel darüber diskutiert, wann das Ende der Abwrackprämie auf der Markt durchschlägt und die Verkäufe sinken. Zudem wird befürchtet, dass diejenigen Unternehmen, die von der staatlichen Verkaufshilfe besonders
profitierten - Hersteller von kleinen sparsamen Autos - in Zukunft in Schwierigkeiten geraten.
"Das Bild wird sich umkehren", sagte Professor Willi Diez, Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft in Nürtingen.
Hersteller von Premiumfahrzeugen würden in naher Zukunft mit weniger starken Einbrüchen zu kämpfen haben als die Anbieter kleiner Fahrzeuge, schätzt Dietz. Deren Verkauf hatte die staatliche Stütze kräftig angekurbelt. Nun aber griffen wieder die normalen Gesetze des Marktes. Große Hoffnungen ruhten auf der Erholung der US-Wirtschaft und auf dem chinesischen Markt, sagte Dietz.
Hierzulande werde das Ende der Abwrackprämie voraussichtlich ab November deutlich spürbar sein, sagte Professor
Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen, FTD.de. Ab dann würden die Verkäufe voraussichtlich einbrechen. In den kommenden Monaten rechne er mit einem deutlichen Rückgang der Auftragseingänge, "die insbesondere im Frühjahr eine neue Rabattschlacht im deutschen Automarkt auslösen".
Den vollständigen Artikel finden Sie unter:
Financial Times Deutschland (klicken)






























































