Eurotax-Marktnotizen
Keine Erholung bei den Neuzulassungen
Auch im Mai sind die Zulassungen von Neuwagen im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen (22’993 Einheiten oder –15,3%). Die Mai-Zulassungen liegen damit auch deutlich unter dem Niveau von 2007. Nach Segmenten betrachtet weisen die Coupés/ Sportwagen (+13%) und die Microklasse (+9%) die grössten Steigerungen, die Luxusklasse (–34%) und die Vans (–33%) dagegen die grössten Rückgänge auf.
Quelle: auto-schweiz/Astra
Insgesamt wurden in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 106’871 Neuwagen zugelassen, ein Minus von 12,6% gegenüber dem Vorjahr (–6,4% gegenüber 2007). Besonders markant ist der Rückgang bei den Dieselfahrzeugen um knapp 22%. Nach Segmenten betrachtet weist einzig die Microklasse mit +10% einen Zuwachs aus. Den grössten Rückgang weisen die Luxusklasse (–35%) und die Cabriolets/Roadster (–32%) aus.
Wieder ein starker Monat bei den Halterwechseln
Erfreulicher präsentiert sich dagegen die Situation bei den Occasionen. Im Mai resultierte eine Zunahme der Halterwechsel auf knapp 59’000 Einheiten (+18%) gegenüber dem (sehr schwachen) Vorjahr. Da die Zahlen des Tessins nach wie vor fehlten, mussten diese wiederum geschätzt werden.
Quelle: auto-schweiz/Astra
Trotz dem Anstieg gegenüber dem Vorjahr lagen die Halterwechsel im Mail deutlich unter dem Niveau von 2007. Zulegen konnten im Mai insbesondere die SUV/Geländewagen und die Vans, wogegen die Luxusklasse stagnierte. Das Volumen der verkauften Occasionen ist also sehr beachtlich, die erzielten Verkaufspreise und die Renditen sind aber markant geringer geworden.
In den ersten fünf Monaten wurden insgesamt knapp 279’000 Halterwechsel verzeichnet, was einem Rückgang von knapp 5,5% dem Vorjahr entspricht. Nach Segmenten betrachtet erweisen sich die SUV/Geländewagen und die Vans als krisenresistent, was die gehandelten Stückzahlen anbelangt. Auf der anderen Seite sind die Rückgänge bei der Luxusklasse und den Coupés/Sportwagen besonders ausgeprägt, natürlich bei viel geringeren Volumen.
Die Standzeiten der verkauften Occasionen der ersten fünf Monaten dieses Jahres nahmen um gut 6% und damit um 6 auf 101 Tage zu (2008: 95 Tage). Die kürzesten Standzeiten weisen derzeit die kleinen und mittelgrossen Fahrzeuge auf, also die Microklasse, die Kleinwagen und die untere Mittelklasse. Die Luxusklasse (122 Tage) und die Cabriolets/Roadster (121 Tage) dagegen weisen nach wie vor markant höhere Standzeiten aus.
Eurotax passt Notierungen für leichte Nutzfahrzeuge an
Was für den Personenwagenmarkt gilt, lässt sich in ähnlicher Form auch bei den leichten Nutzfahrzeugen beobachten: Die Investitionsbereitschaft ist gesunken, und die Fahrzeuge werden nicht ersetzt, sondern länger gefahren. Die insgesamt recht hohen Restwerte der vergangenen Jahre lassen sich nicht mehr ohne weiteres erzielen, da junge Gebrauchte in Form von vorzeitigen Leasingrückläufern (z. B. Geschäftsaufgabe/Reduktion) in den Handel kommen und diverse Importeure mit hohen Prämien auf Neuwagen locken. Um dem Rechnung zu tragen, wurden die Notierungen für Kleinbusse und Lieferwagen per Juli zusätzlich abgewertet.
Notizen aus dem Fachhandel
Die Prämienaktionen der Importeure zeigen bei diversen Marken Wirkung. So melden einige Händler bei den Neuwagen ähnliche oder sogar bessere Volumen als im Vorjahreszeitraum. Gekauft werden aber bevorzugt kleinere und preisgünstigere Modelle, sodass Umsatz und Gewinn trotzdem deutlich zurückgehen. Hersteller von teureren Fahrzeugen verzeichnen bis auf eine Ausnahme markante Verkaufseinbrüche. Dieselfahrzeuge gehen bei diversen Händlern schlechter als die Benziner. Nach wie vor ist das Kaufi nteresse je nach Region und Marke sehr unterschiedlich.
Ebenfalls grosse Unterschiede meldet der Fachhandel bei den Occasionen. Von einer massiven Steigerung der Verkäufe im ersten Halbjahr bis zu einer gänzlich eingebrochenen Nachfrage ist alles anzutreffen. Der Lagerbestand an Occasionen hat gemäss unsere Informationen insgesamt deutlich zugenommen, wobei die einzelnen Beurteilungen unterschiedlicher nicht sein könnten und von «tiefer» der «gleich» bis zu «doppelt so gross wie im Vorjahr» reichen. Insgesamt sind die Volumen nach wie vor befriedigend und weniger rückläufi g als bei den Neuwagen. „Über den Preis lässt sich alles verkaufen“ heisst etwa die Devise. Da kann sich glücklich schätzen, wer beim Eintausch vorsichtig kalkuliert hat! Die Margen sind also auch hier stark unter Druck. Kleinere Fahrzeuge und solche im Preissegment bis etwa 20’000 Franken zeigen sich als krisenfest. Die Leasing- bzw. Mietwagenrückläufer sind bei gewissen Marken nach wie vor ein grosses Problem, bei anderen Marken dagegen hat sich die Situation entschärft, ausgelöst durch eine massvolle Mietwagenpolitik der Importeure.
Generell gut ausgelastet sind die Werkstätten. Die Zurückhaltung beim Ersatz des «alten» Fahrzeugs führt zu einer Zunahme des Durchschnittsalters und steigert die Werkstattauslastung. Die Werkstatt dürfte in diesen schwierigen Zeit das Überleben diverser Betriebe sichern. So rasch können sich die Zeiten ändern.






























































