EU will automatischen Auto-Notruf
Autofahrern, die schwer verunglücken, soll nach dem Willen der EU-Kommission mit einem automatischen Notrufsystem schneller geholfen werden. Deshalb sollen die Fahrzeuge schon im nächsten Jahr mit «eCall» ausgerüstet werden.
eCall meldet sich bei einem schweren Unfall bei der Notrufnummer und übermittelt den Unglücksort.
Rund 2’500 Menschenleben könnten so in der EU pro Jahr gerettet werden, teilte die EU-Kommission am Freitag in Brüssel mit. Bisher blockieren aber noch grosse Mitgliedstaaten wie Frankreich und Grossbritannien die Neuerung.
Bisher ist das System noch in keinem EU-Land aktiv. Es soll weniger als als 100 Euro (ca. 150 Franken) pro Fahrzeug kosten. Falls Freiwilligkeit nicht weiterführt, droht die EU-Behörde mit Regulierung. EU-Medienkommissarin Viviane Reding sagte: «Wenn die eCall-Einführung nicht schneller vorankommt, steht die Kommission bereit, klare Regeln vorzugeben, um Regierungen, Industrie und Rettungsdienste zum Handeln zu verpflichten.» Reding strebt die Einführung in allen Neufahrzeugen bis 2014 an.
Im vergangenen Jahr gab es in Europa über 1,2 Millionen Verkehrsunfälle. 39’000 Menschen kamen dabei ums Leben, 1,7 Millionen wurden verletzt. Neben Frankreich und Grossbritannien sind bisher Dänemark, Irland, Lettland und Malta aus Kostengründen nicht bereit, mitzuziehen. Verschiedene Länder, darunter auch unser nördlicher Nachbar, haben eine Absichtserklärung zu «eCall» unterzeichnet. Die EU-Staaten müssen Normen und Leitlinien für die Einführung des Systems vereinbaren und es erproben. Pilotprojekte gab es bisher unter anderem in Deutschland, Italien, den Niederlanden oder Österreich.
Falls «eCall» in der EU tatsächlich zur Pflicht gemacht würde, müsste die Schweiz auch als nicht-Mitgliedstaat wohl mitziehen.






























































