Backlifting für den VW Touran
Der VW Touran hat nach 7 Jahren und 1,13 Millionen verkaufter Fahrzeuge einen update erfahren. Von einem Facelifting kann aber nicht die Rede sein, sind doch die auffälligsten Änderungen an der Kehrsteite vorgenommen worden.
Hinterteil verschönert: Der 2010er Touran (links) und das 2003erUr-Modell.
Das Konzept des familienfreundlichen Kastenwagens ist bei seiner Kundschaft gut angekommen: Kompakte Aussenmasse, flexibler Innenraum mit variabler Bestuhlung und viel Platz. Der Marktführer in seinem Segment wird im August in frischer Optik, mit neuen Motoren und einigen Detailverbesserungen auf den Markt kommen.
Der beliebte Familien.Van aus Wolfsburg blieb mit der Länge von 4,40 Meter seinem Grundkonzept treu. Dennoch wurden bis auf die vier Türen alle Karosserieteile des Touran erneuert. Dies fällt erst auf den zweiten Blick auf, hat aber dem kantigen und nutzwertorientierten Touran gut getan. Die Frontpartie folgt mit ihrem Kühlergrill und den Scheinwerfern ganz klar dem Volkswagen Design-DNA. Nicht nur damit unterstreicht der Touran seine Familienzugehörigkeit. Mit seinem neu gestalteten Heck – die Rückleuchten sind jetzt zweigeteilt und erstrecken sich vom Kotflügel bis in die Heckklappe – wirkt der neue Touran nun wesentlich frischer und moderner. Im direkten Vergleich zum Vorgänger steht der neue Touran nun wesentlich stämmiger auf der Strasse.
Dass der Touran weiterhin mit seiner optimalen Raumausnutzung punktet, ist unbestritten. Mit seiner Innenraumhöhe von etwas über einem Meter und einer Ellenbogenfreiheit von 1,46 Meter fühlt man sich im Touran ausgesprochen wohl. Das angenehme Raumgefühl und die erhöhte Sitzposition vermitteln eine Überlegenheit, die sich sowohl im engen Stadtverkehr als auch auf längeren Strecken bei den Insassen positiv spürbar ist. Wer möchte bekommt den Fünfsitzer auch als Siebensitzer. Die beiden Einzelsitz in der dritten Sitzreihe lassen sich bei Bedarf aus dem Gepäckraumboden aufklappen. Die beiden Sitz im Heck sind nur Kindern zumutbar, auch wenn sich die Beinfreiheit in der dritten Reihe durch die in der Längsanordnung einstellbaren Sitze individuell anpassen lässt. Allerdings hat der Siebensitzer den Vorteil, dass sich die Sitzkonfiguration des Touran variabler gestalten lasst – auch ein Grund warum 40 Prozent der Kunden ihn als Siebensitzer ordern.
Der fünfsitzige Touran kann mit einem Gepäckabteil von 695 Liter glänzen, sind alle Sitze der zweiten Reihe herausgenommen und die dritte Reihe versenkt, steigt das maximale Stauvolumen auf über 1.900 Liter. Praktisch ist, dass sich die drei nebeneinander angeordneten Einzelsitze der zweiten Reihe mit wenigen Handgriffen in der Längsrichtung verschieben und quer versetzten zusammenklappen oder herausnehmen lassen. Mit einem Gewicht von 17 kg ist der Sitz relativ leicht.
Neben den drei Ausstattungen Trendline, Comfortlien und Highline kann der Kunde zum Verkaufstart zwischen zwei Benzinern (1.2 TSI und 1.4 TSI), drei DieseI (1.6 TDI und 2.0 TDI) sowie einem Erdgasantrieb (1.4 TSI EcoFuel) wählen – alles aufgeladenen Direkteinspritzer. Die Leistungsbreite reicht von 66 kW/90 PS bis 125 kW/170 PS. Zum Thema Effizienz setzt sich der neue 1.6 TDI BlueMotion Technology (77 kW/105 PS) an die Spitze der Touran-Modellpalette: Ein Verbrauch von 4,6-Liter/100 km (121 g/km CO2 Emissionen) sind ein Statement in dieser Klasse. In der Vergangenheit lag der TDI-Anteil bei rund 65 Prozent, dies wird sich beim neuen Touran wohl kaum ändern.
Auch wenn der Aufpreis für das hervorragende Doppelkupplungsgetriebe (DSG) von über 2.000 Euro gegenüber dem serienmässigen manuellen Sechsganggetriebe hoch ist, ist dies eine lohnenswerte Option, die im Hinblick auf Effizienz und Fahrkomfort überzeugt.






























































