Fiat kürzt Produktion in Italien
Der italienische Autobauer Fiat will die Produktion in seinem Werk in Termini Imerese nach 2011 einstellen. Am Standort auf Sizilien sind rund 1’400 Mitarbeiter beschäftigt.
Fiat-Werk in Termini Imerese.
Das Werk soll aber nicht komplett geschlossen werden, sondern andere Aktivitäten jenseits des Automobilgeschäfts verfolgen. Entsprechende Pläne stellte das Unternehmen am Donnerstag bei einem Treffen mit der italienischen Regierung sowie Vertretern von Gewerkschaften und Lokalregierungen vor.
Für die übrigen Auto-Werke machte Fiat Produktions-Zusagen bis 2010. Wegen der gesunkenen Nachfrage muss sich aber die Baumaschinen-Sparte CNH auf eine umfassende Umstrukturierung bei der Produktion bis hin zu Entlassungen einstellen. Zur Fiat-Gruppe gehören neben den Marken Fiat, Alfa Romeo und Lancia der Lastwagen-Hersteller Iveco, die Sportwagen-Schmieden Ferrari und Maserati sowie die Bau- und Landmaschinenhersteller Case und New Holland und mehrere Komponenten-Hersteller.
Im Zusammenhang mit den internationalen Expansionsplänen von Fiat - neben dem Einstieg beim US-Autobauer Chrysler hatten sich die Italiener auch für die Übernahme von Opel interessiert - waren in Italien immer wieder Sorgen um die Arbeitsplätze in der heimischen Fertigung geäussert worden. Fiat-Chef Sergio Marchionne bekannte sich nun klar zum Standort Italien: «Fiat ist Teil dieser Nation», versicherte er seine Zuhörer..
In der Vergangenheit hat Marchionne mehrfach die Notwendigkeit von Konsolidierungen in der Autobranche angemahnt. Im Verbund mit Chrysler sei man zum sechstgrössten Automobilhersteller weltweit aufgestiegen. Der italienische Autobauer stieg im Juni mit zunächst 20 Prozent bei Chrysler ein und verfügt über die Option, Mehrheitsgesellschafter zu werden. Im Tausch gegen die Aktienpakete stellt Fiat den Amerikanern seine Kleinwagen-Technologie zur Verfügung. Marchionne rückte im Zuge des Einstiegs auch an die Chrysler-Spitze. Fiat hatte im ersten Quartal einen Verlust von 411 Millionen Euro eingefahren, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 427 Millionen Euro erzielt worden war.






























































