Rücktritt: GM Boss Henderson nimmt den Hut
Eben erst war Henderson als Unterhändler des General Motors Mutterhauses in Deutschland unterwegs. Seine Mission "Wogen glätten bei Opel" kam aber nach Insiderinformationen in den USA gar nicht gut an.
Nun folgt der, nur betreffend Zeitpunkt, überraschende Rücktritt.
Diesen bestätigte heute der Verwaltungsrat des US-Automobilkonzerns. Mit sofortiger Wirkung übernimmt als Interimslösung Hendersons Chef, Ed Whitacre das Ruder bei GM. US-amerikanischen Medienberichten zufolge habe es bereits seit mehreren Wochen Gerüchte über einen möglichen Rücktritt Hendersons gegeben.
Henderson war erst seit März auf seinem Posten. Der ehemalige Chef von GM Europe hatte die Nachfolge von Rick Wagoner angetreten. Wagoner hatte aufgrund der desolaten Lage des Unternehmens, die letzten Endes in die Insolvenz führte, den Konzern verlassen.
Doch Hendersons Nomination war nicht unumstritten. Nicht nur dass der Manager ein Mann aus Wagoners Zeiten war, sein Einfluss hatte nach der durchlebten Blitzinsolvenz des Unternehmens mächtig gelitten. Hendersons Kurs und der des Verwaltungsrats – allen voran der von Chef Whitacre – drifteten immer stärker auseinander. Auch beim geplanten Verkauf der deutschen Opel-Tochter an Magna waren die Entscheider nicht einig.
Zuletzt monierte Whitacre öffentlich Hendersons Auftreten in Deutschland, bei dem sich der GM-Chef für die vergangenen nervenzehrenden Wochen und Monate und die Enttäuschung über den geplatzten Magna-Deal entschuldigte. Bei GM, sprich Whitacre kam das nicht gut an.
In den USA machen gar Vermutungen die Runde, dass Henderson bewusst als Verhandlungsführer nach Deutschland geschickt worden sei, um die misslichen Situation zwischen Deutschland und General Motors auszubaden. Sozusagen als letzte Amtshandlung?






























































