Kalifornien will schwarze Autos verbieten
Die kalifornische Umweltbehörde erwägt ein Verbot von schwarz lackierten Fahrzeugen wegen des Stromverbrauchs der Klimaanlage durch stärkere Erhitzung und entsprechendem Mehrverbrauch an Treibstoff. Autofans sind auf der Palme.
Als 1908 der erste Ford Model T vom Band rollte, wurde Henry Ford gefragt, in welchen Farben das Auto erhältlich sei. Der Autobauer witzelte, es sei in jeder gewünschten Farbe zu haben, so lange diese Farbe schwarz sei. Ein Jahrhundert später will der US-Bundesstaat Kalifornien seinen Bürgern vorschreiben, dass sie jedes Auto erwerben können, so lange es nicht schwarz ist.
Die «Washington Post» und der Sender «News Channel 3» berichten auf ihren Webseiten von einer Sitzung der Umweltbehörde «California Air Resources Boards» (Carb). Dieses Gremium glaubt laut den dort vorgelegten Unterlagen, dass die Klimaanlagen in Autos, die sich wegen der dunklen Farbe stärker erhitzen, mehr Strom verbraucht als in andersfarbigen Fahrzeugen.
Nie wieder Kalifornien? Das Kultauto der amerikanischen TV-Serie «Knight Ryder».
Nach den Vorstellungen der Behörde sollen die Hersteller weiterhin daran arbeiten, alternative dunkle Farben zu entwickeln, die eingestrahltes Sonnenlicht stärker reflektieren. Ungeachtet dessen könnten neue Vorschriften laut der «Washington Post» ab dem Jahr 2012 in Kraft treten.
Ein Sprecher des Carb bestritt allerdings, dass solche Regelungen oder gar Sanktionen gegen Autohersteller schon fest geplant seien. Offenbar nicht zuletzt auch wegen der Reaktionen in der «Blogosphäre», wie er sich ausdrückte: Dort hatten Verfasser sich in mehreren Artikeln über die Pläne beschwert – und ihren Lesern schon dazu geraten, schwarz lackierte Autos zu kaufen, solange es sie noch gibt.
Zum Strategiepapier der Carb






























































