Edelschmiede Karmann meldet Insolvenz an
Der Automobil- und Karosseriebaufirma Karmann hat einen Insolvenzantrag beim Osnabrücker Amtsgericht gestellt. Grund ist die drohende Zahlungsunfähigkeit angesichts bevorstehender finanzieller Verpflichtungen.
Karmann-Produkt: Das Chassis des Mercedes-Benz SLK.
Die Karmann-Gruppe steht schon seit Längerem vor erheblichen Problemen. Mit der Ankündigung des Autobauers Audi, ein neues Cabrio wieder im eigenen Werk zu fertigen, suchte Karmann in der Autoindustrie seit 2007 nach grösseren Anschlussaufträgen insbesondere für den Produktionsstandort in Deutschland. Dies gelang aber offenbar nicht.
Ab Mitte 2009 sollte deshalb die Produktion im Fahrzeugwerk in Rheine generell gestoppt werden. Zugleich begannen die Verhandlungen über eine Restrukturierung der Unternehmensgruppe und über den Sozialplan für die betroffene Belegschaft.
Mit dem vom Gericht zu bestellenden vorläufigen Insolvenzverwalter sollen diese Gespräche nun fortgeführt und der Hersteller «in eine gesicherte Zukunft geführt» werden. «Karmann ist im Kern sanierungsfähig und praktisch frei von Bankkrediten», so das Unternehmen in einer Mitteilung.
3470 von insgesamt weltweit 7000 Mitarbeitern sind von der Insolvenz betroffen. Von ihren Arbeitsplätzen sollen so viele wie möglich gerettet werden. Karmann ist mit der wichtigste Arbeitgeber seiner Region.






























































