Krisenresistenter Occasionsmarkt
Nach einem kräftigen Plus von 18,9 % im Monat Juni liegt die Zahl der PW-Halterwechsel in der Schweiz (ohne Tessin) bis zur Jahresmitte 2009 nur 1,7 % unter Vorjahresniveau (2009: 324'000 / 2008: 329'800).
Immer noch hoch im Kurs: Schweizer Occasionen.
Von der verhalten positiven Stimmung auf dem Occasionsmarkt konnten Autos der Luxusklasse sowie Coupés und Sportwagen erneut nicht profitieren. Für diese Fahrzeugsegmente sind stark rückläufige Handänderungen von bis zu minus 11,6 % zu verzeichnen. Positiv schnitt im Gegensatz dazu erneut das heterogene Segment der SUVs/Geländewagen ab (+ 8,7 %).
Zur volumenmässig erfreulichen Entwicklung im Occasionshandel hat auch eine zunehmend 'flexibel gehandhabte Preisgestaltung' beigetragen. Daniel Weltin, Geschäftsführer von EurotaxGlass's International AG, Division Schweiz, weist in diesem Zusammenhang darauf hin, «dass das kurzfristige 'Pushen' von Verkaufszahlen überwiegend auf Kosten der meist eh schon knappen Gewinnmargen geht. Angesichts wirtschaftlich unsicherer Zeiten weisen zudem vor allem kleinere Fahrzeuge sowie solche im Preissegment bis ca. 20'000 Franken die grösste Nachfrage auf, was zusätzlich auf den Umsatz drückt.»
Obschon die Handänderungen praktisch stabil blieben, stiegen die Standzeiten von Occasions-Fahrzeugen im ersten Halbjahr 2009 erneut an. Dies ist dadurch zu erklären, dass einerseits mehr Fahrzeuge in den Gebrauchtwagenmarkt drängen, andererseits hochpreisige Rückläufer aus dem Leasing- und Mietwagengeschäft derzeit nur schwer einen neuen Besitzer finden. Bis zur Jahresmitte stieg die durchschnittliche Standzeit eines Gebrauchtwagens um 5,3 % auf 100 Tage (2008: 95 Tage), wobei die Zunahme bei den Kleinst- und Kleinwagen deutlich geringer ausfällt, als diejenige bei Vans oder bei hubraumstarken SUVs/Geländewagen.
(Quelle: EurotaxGlass's International AG)






























































