Krise kostet 1,1 Millionen Auto-Jobs
Aufgrund des dramatischen Absatzeinbruchs um 25 Prozent rechnet die Automobil-Zuliefer-Industrie mit einem weltweiten Abbau von 1,1 Millionen Stellen.
Opfer der Krise: Protestierende Arbeiter
Die weltweite Automobil-Zulieferindustrie befürchtet 2009 einen Absatzeinbruch von 25 Prozent und den Abbau von bis zu 1,1 Millionen Arbeitsplätzen. Im ersten Quartal stürzte der Absatz der Zulieferer sogar um 35 Prozent ab, wie eine heute veröffentlichte Studie der Beratungsfirma Oliver Wyman und des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) ergab. Gerade einmal 5 Prozent der Unternehmen werden demnach 2009 noch Gewinn machen.
Die 120 in der Studie befragten Chefs von Zulieferern erwarten, dass bis Ende kommenden Jahres bis zu 500 der weltweit 4’000 Unternehmen in den Branche mit einem Umsatz von mehr als 30 Millionen Franken Insolvenz anmelden müssen.
Europa werde vom Arbeitsplatzabbau weniger stark betroffen sein als andere Länder, glaubt Berater Jan Dannenberg von Oliver Wyman. Die europäische Zulieferindustrie könne besser als die Konkurrenz durch die Krise kommen. Die Unternehmen seien vor dem Abschwung in einer stärkeren Position als ihre Wettbewerber gewesen. Zudem würden sie aktuell weniger hart getroffen als die Zulieferer in Japan oder Nordamerika.
Umsatz erst in vier Jahren wieder auf altem Niveau
Die Krise wird in der Zuliefererindustrie wohl für mehrere Jahre Spuren hinterlassen. Zwar zeigen sich die Autoren der Studie überzeugt, dass die Automobilindustrie auch in Zukunft weltweit ein Wachstumsmarkt bleibt. Bis der Umsatz der Zuliefererbetriebe wieder das Niveau des vergangenen Jahres erreiche, das bereits rückläufig war, werde es aber bis 2013 dauern. Bis der Gewinn auf ein vergleichbares Niveau zurückkehre sogar bis 2014.
Mit 96 Prozent sahen beinahe alle befragten Manager die Sicherung der Liquidität ihrer Unternehmen derzeit als wichtigste Aufgabe. Allerdings gebe es Spannungen mit den Banken und Kreditversicherern. Die Autoindustrie werde als riskant bewertet, deswegen scheuten sich viele Banken davor Kredite zu vergeben oder weigerten sich bestehende Kreditlinien zu gleichen Konditionen zu verlängern oder auszuweiten, heisst es in der Studie.
Für die Untersuchung hat Oliver Wyman 120 Chefs von Unternehmen der Automobilindustrie befragt und die Finanzkennzahlen von 250 Unternehmen der Branche ausgewertet.
Pdf-Publikation von Oliver Wyman: D-Day der Automobilzulieferer






























































