Mosley sucht Kompromiss, Schumi kommentiert
FIA-Präsident Max Mosley kämpft weiter für die Budget-Obergrenze in der Formel 1, ist allerdings in Bezug auf das damit zusammenhängende Zwei-Klassen-Reglement anscheinend kompromissbereit.Derweil hat sich auch Rekordweltmeister Michael Schumacher in die Diskussion eingeschaltet.
Man muss FIA-Präsident nicht gut finden: «Mosley ist schuld».
Max Mosley zeigte sich gegenüber dem Fachmagazin «Speedweek» versöhnlich: «Der ursprüngliche Gedanke davon war: Wenn ein neues Team in die Formel 1 kommt und gewillt ist, unter dem Budget-Deckel anzutreten, dann soll es nicht hinterher fahren müssen, weil es gegen ein Team antritt, das 200 Millionen ausgeben kann. Nun aber zeigt sich, dass eigentlich alle die Budget-Grenze begrüssen. Dann hätte ein solches Team einen unfairen Vorteil. Daher werden wir uns auf gleiche Regeln für alle einigen».
Nach Auffassung des Briten seien alle Teams «willens, die Kosten einzudämmen». Allerdings sei er skeptisch, ob die Teams ihm dafür eine bessere Idee liefern könnten als die Obergrenze, die die FIA momentan bei rund 44 Millionen Euro festsetzen will.
Keine Beeinflussung durch Ferrari
Von der Drohung Ferraris, aus der Formel 1 auszusteigen, wenn die Regeln so verabschiedet würden, wie derzeit geplant, will sich Mosley nicht beeinflussen lassen. «Die Wahrheit ist: Eine Formel 1 ohne Ferrari ist nicht so gut wie eine Formel 1 mit Ferrari. Es wäre aber noch immer Formel 1», sagte er: «Geben wir klein bei und sagen: ohne Ferrari geht es nicht, dann können wir gleich Ferrari die Regeln machen lassen.»
Ferrari versucht, mit einer einstweiligen Verfügung die Regeländerungen zu stoppen. Am Dienstagnachmittag begann vor dem Tribunal de Grande Instance in Paris, vergleichbar einem Bezirksgericht in der Schweiz, die Verhandlung darüber. «Ich wäre erstaunt, wenn sie diese einstweilige Verfügung bekämen», sagte Mosley. Mit einer Entscheidung des Gerichtes wird erst in den nächsten Tagen gerechnet.
Schumi: «Minderwertige Serie»
In den Machtkampf zwischen Ferrari und dem Automobil-Weltvberband FIA hat sich jetzt auch Michael Schumacher eingeschaltet. Der siebenmalige Weltmeister macht sich Sorgen um die Zukunft der Formel 1 und warnt vor einem Imageverlust: «Die Formel 1 ohne die grossen Werke ist dann irgendwie doch nicht mehr Formel 1, sondern irgendeine minderwertige Serie», sagte Schumacher in einem RTL-Interview zu den Ausstiegsdrohungen von Ferrari sowie der Konkurrenten BMW, Toyota, Renault und Red Bull.
«In erster Linie ist es eine Fahrer-Weltmeisterschaft, aber man muss auch sehen, dass die grossen Teams ebenfalls die Würze mitbringen. Gerade der Name Ferrari überstrahlt sicherlich viele Fahrernahmen», meinte der siebenmalige Weltmeister und heutige Berater des Traditionsrennstalls.






























































