Noch ein Schweizer Formel-1-Fahrer?
Formel-1-Boss Max Mosley will mit einer Budgetgrenze neue Teams für denn Rennzirkus gewinnen. Ist das die grosse Chance für den 25-jährigen Berner Neel Jani?
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Nächste Woche berät der Automobil-Weltverband FIA über die Einführung einer optionalen Budgetgrenze für Formel-1-Teams. FIA-Chef Max Mosley und GP-Vermarkter Bernie Ecclestone wollen so neue Teams gewinnen.
Sollte der Vorschlag angenommen werden, sieht die Neue Zürcher Zeitung Chancen für den Berner Neel Jani (25) in die Königsklasse einzusteigen. Der A1-GP-Champion sein eine sehr attraktive Fahrerlösung für jeden neuen Rennstall. Jani wird als schnell, ehrgeizig und anpassungsfähig beschrieben.
Janis Karriere startete 1998 mit Kartfahren, bevor er 2000 in den Automobilsport einstieg. Mit acht Siegen in zwölf Rennen wurde er überlegener Meister in der Formel Lista A junior.
2001 fuhr er dann bei einem italienischen Team in der Formel Renault 2000 in Italien und im Eurocup, wurde aber nicht glücklich, was ihn zum Wechsel zum Schweizer Team Jenzer Motorsport bewog. 2002 wurde er Vize-Europameister. Daraufhin wechselte er mit Jenzer 2003 in die Formel Renault V6, wo er wiederum Vize-Europameister wurde. Er blieb bis 2004 in der Formel Renault V6, wechselte zum Team DAMS und belegte am Ende mit viel Pech nur den 4. Schlussrang. 2005 ging er dann in der GP2-Serie für das spanische Team Racing Engineering an den Start und wurde mit zwei Siegen Sechster im Gesamtklassement.
Jani war 2003 und 2004 Formel-1-Testfahrer bei Sauber-Petronas. Der Schweizer mit indischen Wurzeln bestritt einige Testfahrten für das eigene Team Red Bull Racing und war eigentlich als Testfahrer für 2006 vorgesehen. Nach der Verpflichtung von Robert Doornbos als Testfahrer bei RBR wurde Jani Test- und Ersatzfahrer von Red Bulls zweitem Formel-1-Team, der Scuderia Toro Rosso.
Jani repräsentierte in der Saison 2005/06 auch die Schweiz in der A1-Grand-Prix-Serie, errang einen Sieg und viele weitere Podestplatzierungen, die dem Schweizer Team den zweiten Schlussrang einbrachten. Da das F1-Testprogramm für 2007 drastisch reduziert wurde und es keine dritten Fahrer mehr bei GP-Veranstaltungen geben wird, wechselte Jani auf Wunsch von Red Bull in die amerikanische Champ-Car-Serie. Nach einer Saison bei den amerikanischen ChampCars wechselte er wieder zurück zu A1GP und holte in der Saison 2007/08 mit 4 Siegen und 11 Podiumsplatzierungen sensationell den WM-Titel für die Schweiz.
Jani müsste auch nicht befürchten, in einem unterlegenen Auto hinterherzufahren, was für ihn ein Unding wäre: Mosley will alle Teams, die sich mit Ausgaben von 50 Millionen Franken begnügen, mit grossen Freiheiten bei der Aerodynamik und der Motorenleistung belohnen: Offenbar zeigen schon zwei Rennställe Interesse: Lola und Aston Martin. Für beide wäre die Budgetgrenze das Signal zum Einstieg. Die Teamvereinigung Fota, die Mosleys Reformpläne torpedieren könnte, ist zerstritten. Mosley hat es unter anderem mit der Legalisierung der Doppeldiffusoren geschafft, einen Keil zwischen die Rennställe zu treiben.
Neel Jani wird am Samstag am Zürcher WestFest zu einer Showfahrt mit einem Formel-1-Boliden von Red Bull fahren.






























































