Nissan: Back to the Roots
Nissan hat seine Konzernzentrale von Tokyo nach Yokohama City verlegt, wo das Unternehmen 1933 gegründet worden war.
Da, wo alles angefangen hat: Das neue Nissan Hauptquartier in Yokohama.
Der moderne Gebäudekomplex, in dem das japanische Unternehmen die globalen sowie nationalen Aktivitäten der Marke steuert, wurde unter ökologischen Aspekten mit Blick auf niedrige CO2-Emissionen und geringen Energieverbrauch errichtet. Zeitgleich zur Einweihung feierte das Elektroauto Nissan Leaf sein Debüt, das Ende 2010 auf den Markt kommt.
Entworfen wurde die neue Konzernzentrale vom japanischen Architekten YoshioTaniguchi. Mit Blick über den Hafen von Yokohama bietet sie auf knapp 80’000 Quadratmetern Platz für rund 2’800 Mitarbeiter und besitzt insgesamt 22 Stockwerke sowie zwei Untergeschosse. Im Erdgeschoss ist eine Autoausstellung mit mehr als 30 unterschiedlichen Modellen untergebracht. Um die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Abteilungen zu begünstigen, wurde in dem neuen Gebäude weitestgehend auf physische Barrieren wie Säulen oder Wände verzichtet.
Ein öffentlicher Fussgängerweg verbindet das Gebäude direkt mit dem Zentralbahnhof von Yokohama. Der sogenannte Nissan-Walk, eine im zweiten Stock durch das Gebäude verlaufende Brücke, wird künftig von rund 130’000 Menschen täglich auf ihrem Weg zur Arbeit genutzt werden. Unmittelbar an den zentralen Empfangsbereich schliesst die sogenannte Nissan-Hall mit einem Auditorium für rund 600 Personen an.
Der CO2-Ausstoss fällt daher verglichen mit dem ehemaligen Konzernsitz im Tokioter Stadtteil Ginza um 27 Prozent geringer aus. Eine durchsichtige Fassade lässt besonders viel natürliches Licht in das Gebäude. Fünf Kondensator-Anlagen auf dem Dach bündeln zudem das Sonnenlicht und leiten es über einen zentralen Lichtkanal bis zum Eingangsatrium. Fensterjalousinen an der Aussenfassade regulieren die Lichtmenge, die in das Gebäude dringt, und senken damit den Energiebedarf für die Klimaanlage. Wärmegedämmtes Spezialglas und die Fensterjalousinen regulieren effektiv die Innenraumtemperatur. Der Energieaufwand für die Klimaanlage richtet sich dabei nach der Aussentemperatur. Lüftungsklappen an der Aussenwand öffnen und schliessen sich nach Bedarf und lassen dabei abhängig von Windgeschwindigkeit und Luftfeuchtigkeit Frischluft ins Gebäude. Regenwasser sowie Abwässer werden aufbereitet und für Sanitäranlagen und die Bewässerung der Grünanlagen genutzt.
Das Ergebnis aller Massnahmen sind Einsparungen beim Kohlendioxidausstoss von rund 3’800 Tonnen pro Jahr. Während der ehemalige Hauptsitz in Tokio pro Jahr 14’000 Tonnen CO2 emittierte, verursacht das neue, grössere Gebäude nur noch CO2-Emissionen in Höhe von 10’200 Tonnen pro Jahr.






























































