Opel-Chef Hans Demant tritt ab
Was noch vor wenigen Tagen als mehr oder weniger handfeste Spekulation galt, ist jetzt eingetreten: Hans Demant ist von seiner Funktion als Opel-Chef zurückgetreten.
Demant war seit 2004 an der Spitze des Rüsselsheimer Autobauers. Sein Nachfolger als Vorsitzender der Geschäftsführung der Adam Opel GmbH wird von GM-Europa-Chef Nick Reilly mit übernommen.
Der 59-jährige Demant bleibt dem Mutterhaus GM aber erhalten: er wird in Zukunft die Produktrechte des Mutterkonzerns General Motors überwachen und die dafür neu geschaffene Position des Vize-Präsidenten für weltweite Technologierechte einnehmen.
Mit der Ernennung Reillys zum Opel-Chef ist der 60-jährige Brite zugleich aus dem Opel-Aufsichtsrat ausgeschieden.
Reillys vordringliche Aufgabe wird es nun sein, die Sanierung der Marke Opel voranzutreiben und umzusetzen.
Bis Ende des Monats will er ein entsprechendes Sanierungskonzept für die Marke vorlegen – eine Voraussetzung für staatliche Hilfen. Insgesamt hat der Mutterkonzern GM 3,3 Milliarden Euro für das Vorhaben veranschlagt; 2,7 Milliarden sollen die jeweiligen Regierungen aufbringen.
Zur Opel-Geschäftsführung gehören neben Reilly sechs weitere Mitglieder. Neuer Finanzvorstand ist Mark James. Seit 1991 im Konzern, war der Brite zuletzt Vice President und CFO bei GM Daewoo in Korea und gilt als Reilly-Vertrauter. Rita Forst wird künftig den Entwicklungsbereich verantworten, der bislang in der Regie von Hans Demant lag. Reinald Hoben (Produktion), Holger Kimmes (Personal), Tom McMillen (Einkauf) und Alain Visser (Sales, Marketing & Aftersales) bleiben im Opel-Vorstand. Als Teil des Team soll sich GM-Europe-Finanzvorstand Enrico Digirolamo vor allem um die Opel-Restrukturierung kümmern.






























































