Porsche: Kurzarbeit in Zuffenhausen
Die gesunkene Nachfrage zwingt Porsche, die Produktion weiter herunterzuschrauben und im Stammhaus Kurzarbeit einzuführen.
Porsche Fertigung: Einbau des Hauptscheinwerfers beim 911 Carrera.
Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG legt Wert auf die Feststellung, dass die Firma weiterhin sehr profitabel sei und dass im per 31.8.09 abgelaufenen Geschäftsjahr eine unverändert zweistellige operative Rendite erwirtschaftet wurde.
Für das kommende Geschäftsjahr geht Porsche davon aus, dass einige wichtige Exportmärkte noch nicht wieder zu alter Stärke zurückfinden werden – die Verkäufe in Nordamerika laufen sehr schlecht - und passt die Produktion darauf an. Schon letztes Jahr wurden deshalb weniger Fahrzeuge produziert und dies mit einer flexiblen Gestaltung der Arbeitszeit aufgefangen. Der Aufbau von Minusstunden auf den Flexikonten stösst jetzt aber an seine Grenzen. Als Gegenmittel will Porsche für das ablaufende Kalenderjahr 18 Tage Kurzarbeit einführen.
Thomas Edig, Vorstand Personal- und Sozialwesen der Porsche AG: «Unser Unternehmen konnte dank seines hochflexiblen Arbeitszeitmodells den bisherigen Absatzrückgang über Flexikonten der Mitarbeiter ausgleichen. Da diese jetzt aber ihre Grenze erreicht haben, nutzen wir nun das Instrument der Kurzarbeit. Damit sehen wir uns gut gerüstet, falls wichtige Absatzmärkte auch weiterhin mit den Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu kämpfen haben.»
Der Vorsitzende des Porsche-Konzernbetriebsrats, Uwe Hück: «Die Marktschwankungen konnten wir bisher mit flexibler Arbeitszeit auffangen. Doch die Flexikonten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben jetzt einen Stand erreicht, dass wir weitere Minusstunden nicht mehr verantworten können. Deshalb müssen wir jetzt die erforderliche Anpassung der Arbeitszeiten in der Produktion über die Einführung von Kurzarbeit fortsetzen. Dabei wollen wir Kurzarbeit nur für einen sehr begrenzten Zeitraum nutzen. Zusammen mit dem Management ist es uns gelungen, eine Regelung zu finden, durch die den Kolleginnen und Kollegen keine finanziellen Nachteile entstehen. Dieses liegt mir persönlich besonders am Herzen, da die Belegschaft bereits im letzten Geschäftsjahr sehr flexibel und verständnisvoll auf die verschiedenen Produktionsanpassungen reagiert hat.»






























































