Die prominenten Botschafter
Im Sommer ist Flaute im Auto-Business. Ein schlechter Zeitpunkt, einen neuen Wagen vorzustellen. Um nicht ganz in Vergessenheit zu geraten schicken die grossen Auto-Konzerne ihre prominenten Botschafter auf die Reise.
Prominente stellen sich gerne in den Dienst der Automobil-Branche.
Eben hat uns die Nachricht erreicht, dass Heike Makatsch neue Botschafterin für den Toyota Prius wird. Damit ist sie in bester Gesellschaft: Ihre Schauspieler-Kollegen Leonardo DiCaprio, Cameron Diaz oder Brad Pitt fahren ebenso auf den Hybrid ab, wie der für sein Umweltschutz-Engagement bekannte Ex-Police-Frontmann Sting. Natürlich muss das beworbene Auto zum Prominenten passen: Oder können Sie sich Tiger Woods in einem Trabant vorstellen? Eben. Der Ausnahme-Golfer stellt sich übrigens gegen ein gutes Entgeld für verschiedene Buick-Modelle zur Verfügung. Auch Roger Federer macht sich gut neben einem Mercedes. Der Tennis-Profi hat den halbtägigen Fotoshoot in Japan auch nicht gratis absolviert. Neben dem finanziellen Aspekt ist die Wirkung von Auto-Werbung nicht zu unterschätzen: Musikern helfen Kampagnen ausserhalb der in sich geschlossenen Musik-Branche zu guten Mehrverkäufen. Ein Grund mehr, dass Seal auf Audi steht oder dass die Fantastischen Vier neulich beim 100-Jahre-Jubiläum von Audi auf der Bühne Standen. Die Jungs sind auch Werbeträger der Volkswagen-Tochter.
Der Star ist das Auto: Shooting einer Mercedes-Werbung.
Dass Prominente Werbung für Autos machen ist nicht ein neues Phänomen. Schon Stummfilmstars standen für Autos Pate oder liessen sich gerne vor eleganten Limousinen für Werbezwecke fotografieren.
70er-Jahre-Werbung mit Billy Preston für Craig Powerplay.
Nicht nur das Auto, sondern auch was drin ist, wird bekannter, wenn man es mit einer herausragenden Persönlichkeit bewirbt. Wer sich nicht den weissen Bentley leisten konnte, durfte sich trotzdem wie Billy Preston fühlen, wenn er sein Auto mit der selben Musik-Anlage ausgerüstet hat, wie der «fünfte Beatle».
Ein besonderes Gut für die Automobil-Branche sind Filme. Steve McQueen in «Bullit» am Steuer des 1968er Ford Mustang Fastback in der legendären Verfolgungsjagd mit dem Dodge Charger R/T hat sowohl Ford als auch Chrysler-Tochter Dodge sensationelle Umsätze beschert. Damals mussten die Filmemacher die Wagen noch selber beschaffen. Heute müssen Automobil-Hersteller bei A-Filmen schon tief in die Tasche greifen, damit beispielsweise ein James Bond ihren Wagen fährt. Aber wie hat schon Henry Ford gesagt: «Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.»






























































