BMW Chef Reithofer für weitere vier Jahre bestätigt
BMW-Chef Norbert Reithofer bleibt bis 2016 Chef des Münchner Automobilherstellers. Der Aufsichtsrat hat auf seiner heutigen Sitzung (29. September 2010) den Vertrag des 54-Jährigen wie erwartet verlängert. Seit 16. März 2000 ist Reithofer Mitglied des BMW-Vorstandes; die Unternehmensführung hat er seit September 2006 inne. Dem promovierten Ingenieur war es gelungen, BMW durch die Krisenjahre zu führen.
Mit der Verlängerung des Vertrages von Reithofer sei Kontinuität auch in den kommenden Jahren gewährleistet, erklärte Joachim Milberg, der Chef des BMW-Aufsichtsrats nach der Sitzung des Gremiums. Zudem betonte er die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand.
Auch der Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates begrüßte die Verlängerung des Mandats, damit würde „die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Betriebsrat“ fortgesetzt. „Ich bin davon überzeugt, dass wir bei der BMW Group weiterhin an einem Strang ziehen und damit optimistisch in die Zukunft blicken können“, sagte Manfred Schoch. Und an einem Strang gezogen werden musste in den vergangenen Jahren kräftig. Schließlich hatte Reithofer in seiner Amtszeit den Luxusauto-Hersteller durch Krisenjahre zu führen, in denen Premium nicht an oberster Stelle auf den Einkaufszetteln der Kunden stand. Und das ist ihm gelungen: In den ersten sechs Monaten 2010 hat die BMW Group ihren Umsatz um 13,5 Prozent auf 27.791 Millionen Euro (Vj. 24.480) gesteigert und den Gewinn entsprechend auf 1.158 Millionen Euro hochfahren können. Im Vorjahr klaffte hier noch ein Minus von 31 Millionen Euro.
2007 wurde unter Reithofers Regie die Konzernstrategie Number ONE ausgerufen, die den BMW-Konzern renditefähig machen sollte. Rund 10.000 Stellen fielen in dem Zusammenhang weg, angetrieben auch durch die weltweite Wirtschaftskrise. Im Fokus der BMW-Strategie stehen nach wie vor Einsparungen in Milliarden-Höhe, dazu pflegt Reithofer u.a. auch Kooperationen mit Wettbewerbern wie Daimler und PSA. Zum Fahrplan des BMW-Chefs gehört es ebenso, neue Wachstumspotenziale zu heben wie den Vertrieb von Antriebssystemen. Auch treiben die Bayern die Elektromobilität voran und schicken dazu E-MINI-Flotten in den Alltagstest oder schließen Vereinbarungen mit chinesischen Energieversorgern. Ein weiteres Betätigungsfeld ist die nachhaltige Produktion. BMW ist davon überzeugt, dass carbonfaserverstärkter Kunststoff nicht nur in der Serienfertigung seines Megacity Vehicles eine bedeutende Rolle spielen wird, sondern auch in anderen Fahrzeugkonzepten, und investiert entsprechend in ein Carbonfaserwerk.
Mit der Verlängerung des Mandats wurde Norbert Reithofer nicht nur die Chance gegeben, auf der Kommandobrücke zu bleiben und seinen Kurs weiterzufahren. Ihm wurde gleichzeitig signalisiert, Vertrauen zu haben, dass er den Dampfer BMW in ruhigerem Fahrwasser halten kann.






























































