Scheich will Opel retten.
Der stellvertretende Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) hat das Interesse an einer Beteiligung bestätigt. Scheich Hamdan bin Zayed Al Nahyan bekräftigt in einem Interview das Interesse an einer Beteiligung an dem deutschen Autobauer.
Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg erwägt eine Reise in die Emirate. Guttenberg sagte: «Es ist nicht ausgeschlossen, dass ich zu einem gewissen Zeitpunkt auch selbst das Gespräch noch suchen werde.» Konfrontiert mit der Frage, ob er den Ölstaat Abu Dhabi besuchen werde, antwortete der CSU-Politiker gegenüber dem nordrhein-westfälischen Fernsehsender NRW.TV: «Ich kann dazu noch nichts Konkretes sagen.»
Voraussetzung: Opels muss sich von GM lösen
Neben Abu Dhabi war auch das Nachbaremirat Dubai ins Gespräch gekommen. Laut «Handelsblatt» galt dort eine Stippvisite des Ministers bereits in der nächsten Woche möglich. Abu Dhabi und Dubai sind die reichsten und wichtigsten der sieben Emirate in der VAE am Persischen Golf.
Laut NRW-.TV wurde bereits eine Wirtschaftlichkeitsstudie in Auftrag gegeben, von deren Ergebnis ein Investment abhängig gemacht werde. Voraussetzung sei die rechtliche Herauslösung Opels aus dem Mutterkonzern General Motors. Auf die Frage, ob man sich eine gemeinsame Beteiligung der Bundesregierung, von GM und anderen Investoren vorstellen könne, habe Scheich Hamdan ausdrücklich Zustimmung signalisiert, berichtete der Sender. Betriebsrat und IG Metall.
Der Bochumer Opel-Betriebsrat zeigte sich offen für ein mögliches Engagement arabischer Investoren bei dem Autobauer. Der Betriebsrats- Vorsitzende Rainer Einenkel sagte, er könne im Moment nicht einschätzen, wie realistisch diese Option sei. Für den Betriebsrat sei auch wichtig, dass Standorte und Arbeitsplätze erhalten bleiben, «sonst wird es von uns keine Unterstützung geben». Eine Opel-Sprecherin sagte auf Anfrage, es gebe derzeit Gespräche mit Interessenten. Details nannte sie nicht.
Die Gewerkschaft IG Metall will in den kommenden Tagen Bedingungen für einen potenziellen Investor ausarbeiten. Man wolle die Interessen der Arbeitnehmer «für alle Beteiligten klarstellen», sagte der Frankfurter IG-Metall-Bezirksleiter Armin Schild der «Thüringer Allgemeinen». Das Mitglied des Opel-Aufsichtsrats nannte es wichtig, dass es keine Kündigungen gebe und dass das technische Potenzial im Unternehmen bleibe und weiterentwickelt werde.Scheich deutet Interesse an
Scheich Hamdan hatte nach einem Bericht der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» zuvor bereits ein grundsätzliches Interesse an der Automarke angedeutet. Es gebe staatliche Investmentfonds oder private Investoren in den Emiraten, die zu einem solchen Geschäft in der Lage seien. Zunächst einmal wolle man jedoch eine Präsentation einer deutschen Delegation abwarten, wurde Scheich Hamdan zitiert.
Am vergangenen Donnerstag hatte es ein Gespräch des nordrheinwestfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (CDU) mit dem Scheich gegeben. Ein Investor aus Abu Dhabi war erst kürzlich bei dem Autobauer Daimler eingestiegen. Die staatliche Investmentgesellschaft Aabar beteiligt sich über eine Kapitalerhöhung mit 9,1 Prozent an dem Stuttgarter Konzern.






























































