Schulanfang: Besondere Vorsicht!
Speziell nach dem Ende der Sommerferien ist am Steuer besondere Vorsicht geboten.
Kleines Sichtfeld, Hindernisse, kaum Verkehrserfahrung: Erstklässler sind besonders gefährdet.
In diesen Tagen neigen sich in den ersten Kantonen die Sommerferien dem Ende zu. Die zehn (Halb-) Kantone Aargau, Appenzell-Ausserrhoden, Bern, die beiden Basel, Glarus, Obwalden St. Gallen, Schaffhausen und Solothurn machen den Anfang.
Autofahrer müssen deshalb vermehrt mit Gefahrensituationen rechnen, denn mit dem Schulbeginn werden auch Tausende von Erstklässlern das Strassenbild bestimmen. Sie sind häufig noch nicht so vertraut mit den Verkehrsregeln, neigen zu unkontrolliertem Verhalten und lassen sich zudem leicht ablenken.
insbesondere in der Nähe von Schulen und in Wohngebieten sind Automobilisten zu erhöhter Aufmerksamkeit angehalten. Goldene Regel: Fuss vom Gas und jederzeit bremsbereit sein. Auch an Bus- und Bahnhaltestellen sowie vor Fussgängerüberwegen sollte das Tempo deutlich reduziert werden. Parkverbote sollten vor allem an Einmündungen, im Kreuzungsbereich sowie auf Geh- und Radwegen besonders ernst genommen werden, um die Sicht nicht zu behindern und Erstklässlern keine unnötigen Hindernisse in den Weg zu stellen. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie sind häufig noch im Strassenverkehr überfordert, bewegen sich deshalb oft unsicher und können beim Überqueren der Strasse die Geschwindigkeit und Entfernung eines Fahrzeugs nicht richtig einschätzen. Auch sind Erstklässler nicht in der Lage, über Autos hinwegschauen und erkennen deshalb drohende Gefahren häufig zu spät. Sie haben nicht nur wegen ihrer Grösse, sondern auch von Natur aus ein kleineres Sichtfeld. Erwachsene Fussgänger sollten sich zudem in der Nähe von Kindern auf ihre Vorbildfunktion besinnen und beispielsweise nicht bei Rot über die Ampel gehen.
Doch nicht nur die Autofahrer, sondern auch die Eltern können etwas für einen Schulweg tun. Sie sollten am besten bereits vor dem Ferienende den Weg zum Unterricht mit ihrem Kind üben. Dabei ist vor allem auf besondere örtliche Gefahrenpunkte hinzuweisen. Lob sollte dabei vor Angstmacherei gehen. Der kürzeste Weg muss nicht immer der beste sein. Gegebenenfalls sollte auch ein kleiner Umweg in Kauf genommen werden, wenn die Strecke sicherer ist. Empfohlen ist auch ein Rollentausch, bei dem das Kind den Eltern den Schulweg erklärt. Erfahrungen zeigen aber auch, dass Kinder nach einiger Zeit nicht selten einen anderen Weg als den vereinbarten wählen. Wer die Möglichkeit dazu hat, sollte deshalb hin und wieder den Gang zur Schule kontrollieren.
Grundsätzlich sollten sich Erstklässler ohne Hektik auf den Weg machen, um überhastetes Verhalten zu vermeiden. Dazu zählen rechtzeitiges Aufstehen und ein ruhiges Frühstück. Eltern sollten daher morgens etwas mehr Zeit für sich und ihr Kind einplanen. Helle, auffällige Kleidung und Reflektoren am Schulthek empfehlen sich ebenfalls.
Wer sein Kind mit dem Auto zur Schule bringt, muss auch auf kurzen Strecken für den richtigen Sitz sorgen, denn entgegen langläufiger Meinung passieren die meisten Schulwegunfälle mit tödlichem Ausgang für Kinder nicht zu Fuss, sondern als Beifahrer. Erst recht auf den sicheren Transport ist zu achten, wenn Fahrgemeinschaften gebildet werden. Grundsätzlich ist aber davon abzuraten, Kinder regelmässig mit dem Auto in die Schule zu bringen. Den Heranwachsenden sollte die Möglichkeit geboten werden, selber Erfahrungen auf dem Weg zur Schule zu sammeln.
Werden öffentliche Verkehrsmittel benutzt, sollten Eltern auch hier vorab das richtige Verhalten beim Warten, Ein- und Aussteigen sowie während der Fahrt mit dem Kind besprechen und – wenn möglich – im Alltag üben.
Weitere Informationen bei der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung






























































