bfu: Rückgang bei Fahren mit Licht am Tag
In der Schweiz fahren 53 Prozent tagsüber mit Abblendlicht. Der Anteil liegt 6 Prozentpunkte unter demjenigen von 2009 (59 Prozent) und entspricht in etwa dem Durchschnitt der letzten 5 Jahre. Je nach Sprachregion findet diese Sicherheitsmassnahme unterschiedlich grosse Zustimmung. Während sie in der Deutschschweiz von 58 Prozent der Automobilisten umgesetzt wird, sind es im Tessin noch 53 Prozent und in der Romandie lediglich 35 Prozent – auch wenn diese Ziffer in den letzten sechs Jahren um 15 Prozentpunkte gestiegen ist (2004: 20%).
Auf Autobahnen (58%) wird häufiger mit Licht am Tag gefahren als ausserorts (52%) oder innerorts (49%). Doch gerade bei dichtem Verkehr, beispielsweise in der Stadt, entfaltet die Massnahme ihre grösste Wirkung. Da sich Fahrzeuge mit Licht besser von der Umgebung abheben, werden sie leichter wahrgenommen. Die anderen Verkehrsteilnehmer können so ihre Distanz und Geschwindigkeit korrekter einschätzen. Dies hat für alle mehr Sicherheit zur Folge, denn auch die Schwächsten wie Fussgänger oder Radfahrer können Gefahren früher erkennen und sich vor ihnen schützen.
Seit 2002 gilt in der Schweiz eine sogenannte Soll-Vorschrift, also eine Empfehlung des Gesetzgebers. Die Zahlen der letzten Jahre deuten nun darauf hin, dass die damit erzielbare maximale Quote erreicht ist. Sie könnte weiter gesteigert werden, wenn eine gesetzliche Pflicht zum Fahren mit Licht am Tag bestünde. Gemäss einer repräsentativen Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Link im Auftrag der bfu im März 2010 bei mehr als tausend Personen durchgeführt hat, befürworten 68 Prozent der befragten Autofahrer die Einführung eines Obligatoriums. Wie letzte Woche bekannt wurde, müssen in der Schweiz ab Februar 2011 neue Automodelle mit Tagfahrlichtern ausgerüstet sein. Diese schalten beim Starten des Motors automatisch ein. Die Schweiz übernimmt damit eine neue EU-Norm. Bei älteren Fahrzeugen, die nicht entsprechend ausgerüstet sind, müsste das Licht – wie vom Bundesamt für Strassen Astra im Verkehrssicherheitsprogramm Via sicura vorgeschlagen – manuell eingeschaltet werden.
Detaillierte Resultate unter: www.bfu.ch






























































