Der gefährlichste Fussgängerstreifen Europas befindet sich in Lugano
gelegenen Fussgängerstreifen das Schlusslicht bildete.
In jeder Stadt wurden 15 Fussgängerstreifen nach sorgfältig
ausgewählten Kriterien bestimmt. Am schlechtesten schnitt der an der
Kreuzung zwischen Via San Gottardo und Via Genzana in Lugano gelegene
Fussgängerstreifen ab. Er wurde als einziger mit "sehr mangelhaft"
bewertet. Kritisiert wurde insbesondere das Fehlen von Lichtsignalen.
Als völlig ungenügend eingestuft wurde die Sichtbarkeit am Tag und
nachts, wo rechts abbiegende Fahrzeuge Fussgänger kaum erkennen
können.
Gesamteindruck
Erstaunlich ist, dass die Tester Europa noch mehr unterschiedlich
gestaltete Fussgängerstreifen antrafen als im Vorjahr. Fast jeder
Fünfte der 270 getesteten Fussgängerstreifen schnitt schlecht ab.
Immerhin verdiente rund die Hälfte der Fussgängerstreifen das
Prädikat gut. Jeder Dritte wurde als genügend taxiert. Mit der
Teilnahme am umfangreichen Fussgängerstreifen-Testprogramm
unterstützt der TCS die Bestrebungen der europäischen Automobilclubs,
die Sicherheit der Fussgänger zu verbessern. Dies ist dringend
notwendig, verunglückt doch in Europa jeder vierte tödlich
Verunfallte auf Fussgängerstreifen. Leider nahm in den vergangenen
Jahren die Zahl der auf Fussgängerstreifen Verunfallten in einigen
Ländern wieder zu. Dieser alarmierende Trend unterstreicht die
Notwendigkeit solch umfassender Fussgängerstreifen-Tests. In den
vergangenen zwei Jahren wurde daher das Augenmerk besonders auf die
unfallkritischen Schnittstellen zwischen Fussgängern und Fahrzeugen
gelegt.
Empfehlungen des TCS
Der TCS hat bereits vor zwei Jahren in einem
Fussgängerstreifensymposium auf den Handlungsbedarf bei
Fussgängerstreifen hingewiesen. Seine wichtigsten Anliegen sind:
Einheitliche Gestaltung und die Verbesserung der Signalisierung sowie
der Markierung. Für die Sicherheit der Fussgänger sind zudem die
Kriterien Sichtbarkeit, d.h. die Beleuchtung aber auch die Anordnung
von Fussgängerstreifen zentral. Sie sollten so angeordnet sein, dass
Autofahrende Fussgänger rechtzeitig erkennen können. Wichtig ist aber
auch die permanente Verkehrserziehung, bei der Motorfahrzeuglenkende
wiederholt darauf hingewiesen werden, vor einem Fussgängerstreifen
die Geschwindigkeit zu reduzieren und das Vortrittsrecht von
Fussgängern zu respektieren.
Der TCS führt seit 2008 Fussgängerstreifentests durch. Angesichts
der unbefriedigenden Ergebnisse der Fussgängerstreifentests der
vergangenen Jahre hat der TCS entschieden, sich weiterhin aktiv für
die Verbesserung der Verkehrssicherheit auf den Fussgängerstreifen
einzusetzen. Er wird daher in den kommenden 3 Jahren Vergleichstests
in 30 Schweizer Städten durchführen.
Infobox: Ergebnisse Fussgängerstreifentests 2008-2010
2008: Test in Zürich: Die Gestaltung der Fussgängerstreifen wird
allgemein als mangelhaft bewertet. Sichtbarkeit und Zugang sind
jedoch gut und die Stadt belegt insgesamt den 5. Rang. Für weitere
Informationen siehe Medienmitteilung vom 24.11.2008.
2009: Test in Genf: Die Stadt landet auf Platz 27 von 31
gestesteten Städten. Kritisiert wird die Gestaltung. Die Sichtbarkeit
bei Nacht ist bei 40% der Fussgängerstreifen mangelhaft. Im Bereich
Zugang wurden ebenfalls Mängel festgestellt. Für weitere
Informationen siehe Medienmitteilung vom 15.12.2009.
2010: Test in Lugano: Der Fussgängerstreifen an der Kreuzung Via
Genzana/Via San Gottardo wird als gefährlichster Fussgängerstreifen
Europas bewertet.






























































