Umweltprämie rettet Leben
In einem Bericht der deutschen Fachzeitschrift «Auto, Motor & Sport» schätzt VW-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg, dass es durch die Abwrackprämie jährlich etwa 200 bis 250 weniger Verkehrstote in Deutschland geben wird. Dies entspricht einer Reduktion von ca. 5 Prozent. Im vergangenen Jahr starben bei Unfällen auf deutschen Strassen knapp 4’500 Personen.
Schwerer Verkehrsunfall auf der A2 bei Basel (Bild: Kantonspolizei Basel-Landschaft)
Diese Zahlen wurden am Rande der 21. internationalen ESV-Konferenz (International Technical Conference on the Enhanced Safety of Vehicles) in Stuttgart genannt, auf der sich internationale Experten treffen, um die Sicherheit auf den Strassen zu verbessern.
Die Fachleute begrüssen die Verschrottung von Autos mit veralteter Sicherheits-Technik und deren Ersatz durch neue Modelle. Denn selbst Kleinwagen sind heute vielfach mit Systemen ausgestattet, die vor zehn oder mehr Jahren selbst in der Mittelklasse kaum verbreitet waren. Dazu zählen neben Airbags für frontale und seitliche Kollisionen auch die Ausstattung mit ABS, Brems-Assistent und ESP.
Mangelnde Rostvorsorge und die daraus resultierende Korrosion tragender Teile kann zudem bei älteren Autos die Sicherheitszelle schwächen und dadurch den Schutz der Passagiere beim Crash stark mindern.
In der Schweiz ist eine Abwrackprämie noch nicht beschlossen. Auf die Schweiz angewendet, würde eine Verringerung der tödlichen Unfälle im Strassenverkehr um fünf Prozent bedeuten, dass 18 bis 20 Verkehrstote weniger beklagt werden müssten. Die Zahl der Verkehrstoten ist in der Schweiz stark rückläufig: 1979 starben noch 1'268 Menschen bei Verkehrsunfällen, 2007 waren es noch 384.






























































