Unfallstatisktik neu vom Bundesamt für Strassen
Die Strassenverkehrsunfallstatistik soll in der Schweiz künftig qualitativ bessere Hinweise auf die Unfallursachen liefern. Dank einem neuen Unfallregister können polizeiliche Unfalldaten ab 2011 mit anderen Faktoren verknüpft werden, die einen Einfluss auf das Verkehrsgeschehen haben können. Der Bundesrat hat heute eine entsprechende Verordnung verabschiedet. Damit sollen die Grundlagen für gezielte Massnahmen zur Vermeidung von Unfällen geschaffen werden.
Bis jetzt betreut das Bundesamt für Statistik (BFS) die Daten der Strassenverkehrsunfälle. Heute Mittwoch hat der Bundesrat die Verordnung über das Strassenverkehrsunfall-Register (SURV) verabschiedet. Er hat damit die rechtliche Grundlage geschaffen, dass ab 2011 das Bundesamt für Strassen (ASTRA) für die Statistik zuständig ist. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, dass die Unfalldaten mit anderen ASTRARegistern verknüpft werden können, insbesondere mit dem Register der Administrativmassnahmen (ADMAS), dem Fahrberechtigungsregister (FABER), mit dem Fahrzeug- und Halterdatenregister (MOFIS) sowie mit dem Infrastrukturverzeichnis (MISTRA). Bei der Auswertung der Daten ist kein Rückschluss auf Personen möglich. Mit diesen Verknüpfungen lässt sich quantifizieren, welchen Einfluss menschliches Verhalten auf das Unfallgeschehen hat, wie sich die Fahrzeugart auswirkt und welche Rolle die Strasseninfrastruktur spielt. Konkret kann zum Beispiel angegeben werden, ob Autos mit stärkeren Motoren häufiger in Unfälle verwickelt sind als andere. Oder es lässt sich herausfinden, ob Automobilisten, die schon einmal den Führerausweis abgebenmussten, überdurchschnittlich oft in Unfälle verwickelt sind. Und schliesslichkann zum Beispiel gesagt werden, ob auf einem gewissen Fahrbahnbelag mehr Unfälle passieren als auf einem anderen. Daraus lassen sich wirksame und gezielte Massnahmen zur künftigen Verhinderung von Unfällen ableiten.






























































