VW XL1: Verbrauch von unter 1 Liter wird Realität
Volkswagen Prototyp XL1 verbraucht nur 0,9 l/100 km! Die Mobilität der Zukunft ist eines der spannendsten Themen unserer Zeit. Zentrale Frage dabei: Wie weit lässt sich der Energieverbrauch der Autos senken, wenn konsequent die komplette Klaviatur der Effizienz genutzt wird? Auf diese Frage gibt es nun eine Antwort. Volkswagen liefert sie. Mit dem neuen XL1. Verbrauch: 0,9 l/100 km. Kein anderes Hybridauto mit einer Antriebsallianz aus Elektro- und Verbrennungsmotor ist sparsamer. Weltweit erstmals zu sehen ist der Prototyp im Rahmen der Qatar Motor Show (26. bis 29. Januar).
Konzeptionell verbirgt sich hinter dem XL1 die dritte Evolutionsstufe der 1-Liter-
Auto-Strategie von Volkswagen. Der heutige Aufsichtsratvorsitzende der
Volkswagen AG, Prof. Dr. Ferdinand Piëch, hatte Anfang des Jahrhunderts das
visionäre Ziel formuliert, ein vollwertiges, alltagstaugliches Auto mit einem
Verbrauch von 1,0 Litern zur Serienreife zu bringen. Mit dem neuen XL1 ist dieses
Ziel heute zum Greifen nahe.
Hightech-Leichtbau (Monocoque und Anbauteile aus kohlefaserverstärktem
Kunststoff), perfekte Aerodynamik (Cw = 0,186) und ein Plug-In-Hybridsystem –
bestehend aus einem Zweizylinder-TDI-Motor (35 kW / 48 PS), E-Motor (20 kW /
27 PS), 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) und Lithium-Ionen-Batterie –
machen es möglich, dass der neue Volkswagen XL1 bei einem Verbrauch von 0,9
l/100 km nur noch 24 g/km CO2 emittiert. Da als Plug-In-Hybrid konzipiert, kann
der Prototyp des XL1 zudem über eine Distanz von bis zu 40 Kilometern rein
elektrisch und damit emissionsfrei gefahren werden. Aufgeladen wird die Batterie
an herkömmlichen Stromanschlüssen. Via Rekuperation
(Bremsenergierückgewinnung) lädt sich der Akku zudem beim Bremsen auf – der
Elektromotor fungiert in diesem Fall als Generator.
Trotz dieser enormen Effizienz konnte das Karosseriekonzept alltagstauglicher als
bei den zwei vorausgegangenen Prototypen ausgelegt werden: Während Fahrer
und Beifahrer im 2002 vorgestellten 1-Liter-Auto und 2009 präsentierten L1
zugunsten der Fahrzeug-Aerodynamik noch hintereinander sassen, können die
zwei Passagiere im neuen XL1 nun, wie gewohnt, nebeneinander Platz nehmen;
erstmals erleichtern Flügeltüren das Ein- und Aussteigen. Einen weiteren
Fortschritt kennzeichnet die Herstellung der kohlefaserverstärkten Kunststoffteile
(CFK), wie sie auch die Formel 1 verwendet: Volkswagen ist es hier gelungen, die
Fertigungskosten nochmals deutlich zu reduzieren – für eine mögliche Kleinserie
des XL1 ein unschätzbarer Pluspunkt. Hintergrund: Gemeinsam mit Zulieferern
wurde ein neues System zur CFK-Herstellung im sogenannten aRTM-Verfahren
(Advanced Resin Transfer Moulding / Harz-Injektionsverfahren) entwickelt und
patentiert.






























































