VW entschärft Krise bei Karmann
Ein Millionen-Auftrag von Volkswagen hat dem Osnabrücker Autobauer Karmann die Finanzierung einer Transfergesellschaft für rund 1600 gekündigte Beschäftigte ermöglicht.
Bild aus besseren Zeiten: Fertigung des Mercedes-Benz CLK Cabrio bei Karmann.
Volkswagen hat nach Informationen der «Neuen Osnabrücker Zeitung» jetzt einen Forschungs- und Entwicklungsauftrag an Karmann in zweistelliger Millionenhöhe vergeben. Das Besondere: Volkswagen zahlt Vorkasse und ermöglicht dem insolventen Osnabrücker Autobauer damit die Gründung einer Transfergesellschaft.
Der Auftrag von Volkswagen ist für die Osnabrücker ausserordentlich wichtig. Schliesslich wartet Karmann bisher vergeblich darauf, dass Daimler offene Forderungen in Höhe von mehr als 40 Millionen Euro begleicht. Ohne die Volkswagen-Zahlung dürfte Karmann die Finanzierung der Transfergesellschaft unmöglich gewesen sein.
Karmann will sich künftig stärker auf das Geschäft mit Elektrofahrzeugen konzentrieren. Geschäftsführung und Insolvenzverwaltung haben beschlossen, eine neue Tochter-Gesellschaft zu gründen - die Karmann E-Mobil GmbH. «Mit dieser Gesellschaftsgründung eröffnen wir ein neues Kapitel der Karmann-Geschäftstätigkeit», sagt Insolvenzverwalter Ottmar Hermann.
Die neue Gesellschaft habe schon neue Aufträge, heisst es aus dem Unternehmen. Sie wolle sich, unabhängig von der insolventen Mutter, im Bereich der Elektrofahrzeuge behaupten. Nach dem geplanten Produktionsstart einer Grossserie in zwei Jahren sollen innerhalb von sieben Jahren mindestens 100000 Fahrzeuge vom Band laufen. 50 Arbeitsplätze werden in der Startphase in der Gesellschaft angesiedelt.
Aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung erhofft sich die Tochter-Gesellschaft bis 2011 Zuschüsse von 20 Millionen Euro. Bereits jetzt arbeitet Karmann im Bereich der Elektrofahrzeuge mit VW zusammen.






























































