VW/Porsche: Kriegsbeil begraben
Nach einem heftigen Schlagabtausch wollen Porsche und Volkswagen ihren Machtkampf beenden. Der Stuttgarter Sportwagenhersteller und Europas grösster Automobilkonzern wollten «konstruktiv und einvernehmlich mit allen Beteiligten» an dem Ziel eines gemeinsamen Konzerns arbeiten, teilten die Aufsichtsratsvorsitzenden der Volkswagen AG und der Porsche Automobil Holding SE, Ferdinand Piëch und sein Cousin Wolfgang Porsche übereinstimmend mit.
VW und Porsche zusammen - wie einst auf dem legendären 914.
Der Porsche-Miteigentümer Piëch hatte vor einer Woche öffentlich gesagt, dass VW nicht bereit sei, die finanziellen Probleme von Porsche zu lösen. Der 72-jährige Patriarch hatte zudem den bislang kolportierten Wert von Porsches Sportwagengeschäft von 11 Mrd Euro (16,6 Mrd Franken) als «ein paar Milliarden zu hoch» bezeichnet. Zugleich stellte er die Zukunft des Porsche-Vorstandsvorsitzenden Wendelin Wiedeking in Frage. Piëch hatte mit seinen Attacken gegen Porsche bei deren Eigentümerfamilien für Verstimmung gesorgt.
Ursprünglich wollten die Stuttgarter die Wolfsburger übernehmen, hatten sich jedoch bereits mit der Aufstockung ihrer Anteile auf 51% Anfang 2009 verhoben und stöhnen nun unter einer Schuldenlast von 9 Mrd Euro (13,6 Mrd Franken). In der Hoffnung auf ein baldiges Ende der Finanzklemme liessen die Porsche-Eigentümerfamilien die geplante Übernahme fallen und sprachen sich für einen Zusammenschluss mit Volkswagen aus. Seither verspürten die Wolfsburger Oberwasser und demonstrierten ihren Machtanspruch. Am Wochenende hatte Volkswagen ein bereits anberaumtes Treffen mit den Stuttgartern unter Verweis auf deren mangelnde Bereitschaft zu konstruktiven Gesprächen abgesagt. (Carlex.ch berichtete)






























































