Weniger Autos in der Schweiz
Die Motorisierung ist in der Schweiz zum ersten Mal seit vierzig Jahren rückläufig. Dies geht aus dem alljährlich vom Verband des Strassenverkehrs FRS «strasseschweiz» publizierten Vademecum hervor. Dieses Zahlenwerk gibt auch Aufschluss über den Gesamtumsatz der Automobilwirtschaft in der Schweiz, über den Motorfahrzeugbestand oder über die Verkehrsleistungen im Strassenverkehr.
So betrug zum Beispiel der Gesamtumsatz der Automobilbranche in der Schweiz im Jahr 2008 gut 95 Milliarden Franken – rund eine Milliarde Franken weniger als 2007. Dabei waren in insgesamt knapp 21'600 Betrieben 256'600 Personen tätig.
Am meisten Umsatz erwirtschafteten das Transportgewerbe (20 Mia. Franken), das Garagengewerbe (rund 18,2 Mia. Franken), die schweizerischen Produktionsbetriebe für die internationale Automobilindustrie (13,6 Mia. Franken), die Benzingesellschaften samt Raffinerien und die Tankstellen (13,35 Mia. Franken), die Neuwagenverkäufe (rund 14,15 Mia. Franken), das Fahrzeugleasing (rund 6 Mia. Franken) sowie die Versicherungen (rund 4,6 Mia. Franken). Ferner machte im Jahr 2009 der Motorwagenbestand total gut 4,6 Millionen Fahrzeuge aus; davon waren allein über vier Millionen Personenwagen. Zu diesem Total hinzugezählt werden können rund 643'000 Motorräder, was einen Gesamtbestand von knapp 5,3 Millionen Motorfahrzeugen ergab. Auf tausend Einwohner kamen 517 Personenwagen bzw. 80 Nutzfahrzeuge, womit der so genannte Motorisierungsgrad erstmals sank – und zwar auf das Niveau von 2005 bzw. 2006. Erneut angewachsen sind im Jahr 2009 die auf der Strasse erbrachten Verkehrsleistungen: Gemäss Schätzungen wurden 89 Milliarden Personenkilometer und 16,4 Milliarden Tonnenkilometer zurückgelegt – dies auf einem gesamten schweizerischen Strassennetz von rund 71'370 Kilometer Länge. Betreffend das Gemeindestrassennetz muss dabei mangels offizieller Nachführung.
Zum Vademecum von strasseschweiz






























































