Zukunft von Opel weiterhin ungewiss
Die russische Sberbank will ihre Opel-Anteile weiterverkaufen, während Magna das Werk in Antwerpen vielleicht doch noch braucht.
Zukunft ungewiss: Opel Stammsitz in Rüsselsheim.
Die russische Sberbank schliesst einen Verkauf ihres frisch erworbenen Anteils am deutschen Autobauer Opel nicht aus.
«Wir sind sehr daran interessiert, unseren Anteil an einen industriellen Partner weiterzugeben», verkündete Sberbank-Chef German Gref am Freitag in einem Interview. Sollte dies nicht gelingen, wird alternativ ein Verkauf der Opel-Beteiligung an die russische Staatsbank VEB erwogen. Sberbank könne seinen Anteil ohne Rücksprache mit den anderen Opel-Gesellschaftern an VEB oder den russischen Autobauer GAZ weiterreichen, erklärte Gref.
Die Sberbank, Russlands grösstes Geldhaus, hatte im September zusammen mit dem kanadischen Autozulieferer Magna 55 Prozent an Opel von General Motors erworben.
Inzwischen überdenkt Sberbank-Partner Magna die Schliessung des Opel-Werks in Antwerpen
Bei den Verhandlungen zwischen Magna und den europäischen Opel-Betriebsräten über zukünftige Restrukturierungsmassnahmen von «New Opel» hat sich ein Hoffnungsschimmer für das von der Schliessung bedrohte Werk im belgischen Antwerpen ergeben. So soll jetzt geprüft werden, ob ein kleines SUV auf der Corsa-Plattform künftig nicht, wie ursprünglich geplant, in China, sondern in Belgien produziert wird. Da die Astra-Produktion ausläuft und das neue Modell frühestens 2011 serienreif sein wird, soll geprüft werden, ob der Anlauf vorgezogen werden kann und der belgische Staat die Zeit dazwischen mit einem Kurzarbeitszeit-Modell oder anderen Unterstützungsmassnahmen überbrücken kann.
Der europäische Opel-Betriebsrat hat sich seit jeher dafür eingesetzt, dass bei einer Übernahme - von wem auch immer - trotz aller notwendigen Arbeitsplatz-Streichungen alle Standorte in Europa erhalten bleiben müssten.






























































